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Einstieg

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«Die Auswirkungen des Klimawandels waren 2019 deutlich spürbar. Arme Menschen waren von den negativen Folgen besonders betroffen. Darum berücksichtigt die internationale Zusammenarbeit der Schweiz die Auswirkungen des Klimawandels systematisch in all ihren Programmen.
Allein kann die Schweiz allerdings nichts ausrichten. Darum gehen wir Partnerschaften mit multilateralen Akteuren, der Zivilgesellschaft, dem Privatsektor und Hochschulen ein. Zusammen können wir Ziele erreichen und etwas bewirken.»

Marie-Gabrielle Ineichen-Fleisch
SECO-Direktorin
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«Die Schweiz wird dem Klimawandel in der internationalen Zusammenarbeit künftig noch grössere Bedeutung beimessen. Sie setzt sich dafür ein, dass die internationale Klimafinanzierung insbesondere den verletzlichen Ländern und Bevölkerungsgruppen zugutekommt. Nachhaltige Entwicklungsfinanzierung und Klimafinanzierung sind unteilbar. Ohne Eindämmung des Klimawandels gibt es keine nachhaltige Entwicklung.»


Manuel Sager
DEZA-Direktor (11/2014 - 04/2020)
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Global

Globale Herausforderungen wie Klimawandel, Mangelernährung, Wasserknappheit, irreguläre Migration sowie Gesundheitskrisen beeinträchtigen die nachhaltige Entwicklung in Ländern mittleren und niedrigen Einkommens zunehmend. Als neutrale Vermittlerin mit anerkannter Expertise setzt sich die Schweiz auf multilateraler Ebene für das Entwickeln effektiver Lösungen ein.
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Krisen

Der Schutz und die Unterstützung von Opfern humanitärer Krisen und Katastrophen ist eine Priorität der internationalen Zusammenarbeit der Schweiz. Ihr Engagement konzentriert sich dabei insbesondere auf fragile Kontexte.
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Ressourcen

Die internationale Zusammenarbeit der Schweiz setzt sich für die Verbesserung der Lebensbedingungen von Männern und Frauen ein, die in armen und prekären Verhältnissen leben. Ein Leben in Würde setzt einen gesicherten Zugang zu wichtigen Ressourcen und Dienstleistungen voraus.
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Wirtschaft

Die Schweiz will ihren Partnerländern ein nachhaltiges und inklusives Wirtschaftswachstum ermöglichen. Alle Bevölkerungsgruppen sollen teilhaben und der Wohlstand künftiger Generationen soll nicht beeinträchtigt werden. Der Schlüssel dazu sind mehr und bessere Arbeitsplätze und günstige wirtschaftliche Rahmenbedingungen. Ein nachhaltiges Wachstum gibt den Menschen neue Chancen und Perspektiven und senkt globale Risiken.
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Demokratie

Die Schweiz schaut auf eine lange demokratische Tradition zurück. Gerade wegen ihrer Erfahrung unterstützt die Schweiz andere Länder in der Entwicklung der Rechtsstaatlichkeit, im Aufbau von demokratischen Strukturen und in der Stärkung von Institutionen. Dies geschieht sowohl auf nationaler als auch auf lokaler Ebene. Entstehen sollen friedliche und stabile Gesellschaften in den Partnerländern.
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Freiheit

Im Rahmen ihrer internationalen Zusammenarbeit engagiert sich die Schweiz für die Achtung, den Schutz, die Förderung und die Weiterentwicklung der Menschenrechte. Sie baut in verschiedenen Partnerländern einen politischen Dialog auf und ist in mehreren multinationalen Institutionen aktiv.
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Gender

Die Ungleichheit der Geschlechter ist eines der grössten Hindernisse für nachhaltige Entwicklung, ökonomisches Wachstum und Armutsreduktion. Die Schweiz setzt sich dafür ein, dass Frauen und Männer gleichberechtigt ihr Potenzial entfalten und ihre Ressourcen sinnvoll einsetzen können.
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Migration

Armut und Migration gehören zu den grossen globalen Herausforderungen. Menschen wandern aus vielfältigen Gründen aus. Einige verlassen ihr Land wegen Gewalt und Konflikten. Andere verfolgen bessere Arbeitsperspektiven. Ein würdiger Arbeitsplatz ist das wohl wirksamste Mittel gegen Armut. Mehr und bessere Jobs sind der Schlüssel zu einer wirtschaftlichen Entwicklung, die möglichst viele einbezieht und den Migrationsdruck senkt.
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Wirkung

2019 ging der Wirtschaftsnobelpreis an drei Armutsforscher für ihre Forschungsmethoden im Kampf gegen die globale Armut. Die Gewinner sind Pioniere bei der Verwendung von Kontrollstudien (genannt Impakt-Evaluationen). Diese ermöglichen es, strategische Entscheidungen zu Entwicklungsprogrammen zu treffen. Die Schweiz führt seit 2016 Impakt-Evaluationen durch und organisiert regelmässig mit der ETH Zürich den Impact Award.
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Statistik

Die von DEZA und SECO durchgeführten Aktivitäten der internationalen Zusammenarbeit bilden den wesentlichen Teil der öffentlichen Entwicklungshilfe (APD) der Schweiz. Die APD schliesst auch Beiträge anderer Bundesämter sowie Unterstützungsleistungen der Kantone und Gemeinden mit ein.
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Im Jahr 2019 beliefen sich die Nettoleistungen sämtlicher Mitgliedsländer des Entwicklungshilfeausschusses (Development Assistance Committee, DAC) für die öffentliche Entwicklungshilfe (Aide publique au développement, APD) auf 153 Milliarden USD. Mit einem Anteil von 0,44% am BNE liegt die APD der Schweiz unter dem Durchschnitt der EU-Länder (0,47%). Jedoch behält sie ihren 8. Platz im internationalen Vergleich der APD/BNE-Quoten aller DAC-Mitglieder bei.

Bezüglich ihres absoluten Finanzvolumens sind die USA, Deutschland, Grossbritannien, Japan und Frankreich die Geberländer mit den grössten Zuwendungen. Die Schweiz fällt in diesem Klassement um einen Rang auf den 11. Platz zurück.
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Die von DEZA und SECO durchgeführte internationale Zusammenarbeit macht fast 80% der gesamten APD aus. Gewisse Kosten für die Aufnahme von Asylsuchenden in der Schweiz sind ebenfalls an die APD anrechenbar: ihr Anteil schwankt je nach Jahr zwischen 8% bis 21%. Die restliche APD beinhaltet Beiträge anderer Bundesämter, einschliesslich bilaterale Entschuldungsmassnahmen in den Jahren 2005 und 2009 sowie Beiträge der Kantone und Gemeinden.

Das Wachstum der für die internationale Zusammenarbeit bestimmten Mittel bis zum Jahr 2015 ermöglichte es, das vom Parlament beschlossene Ziel einer APD/BNE-Quote von 0,5% zu erreichen. Seit 2017 nimmt die APD aufgrund sinkender Asylkosten und in Folge von Sparmassnahmen bei den Krediten für die internationale Zusammenarbeit ab. Die aktuelle APD/BNE-Quote ist auf 0,44% gesunken.
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Die multilaterale APD umfasst die allgemeinen Beiträge der DEZA sowie Beiträge anderer Bundesämter an internationale Entwicklungsinstitutionen. Die internationalen Finanzierungsinstitutionen (IFI), darunter die Internationale Entwicklungsorganisation (IDA), sind die Hauptbegünstigten der multilateralen APD, gefolgt von den Organisationen der Vereinten Nationen und anderen internationalen Organisationen.

In den letzten 15 Jahren ist der Anteil der multilateralen APD mit durchschnittlich 23% (zwischen 20% und 25%) relativ stabil geblieben.

Die Beiträge an internationale Nichtregierungsorganisationen, einschliesslich Internationales Komitee vom Roten Kreuz (IKRK), zählen zur bilateralen APD.
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Lateinamerika

Subsahara-Afrika

Europa, Nordafrika, Mittlerer Osten

Asien

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Die Transitionszusammenarbeit der Schweiz zielt darauf ab, die Länder des Westbalkans sowie der ehemaligen Sowjetunion auf ihrem Weg zu Demokratie und sozialer Marktwirtschaft zu begleiten. Damit leistet die Schweiz einen Beitrag an die politische Stabilität und hilft die Zukunftsperspektiven der Bevölkerung zu verbessern.

In Nordafrika sind die Projekte auf Demokratie und Menschenrechte, nachhaltige und inklusive wirtschaftliche Entwicklung und Erwerbstätigkeit sowie Migrations- und Schutzfragen ausgerichtet.

Im Mittleren Osten setzt sich die DEZA für den Schutz und die Grundversorgung von Flüchtlingen und Bedürftigen sowie für ein nachhaltiges Wassermanagement ein.
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Mehr als ein Drittel ihrer Mittel setzt die internationale Zusammenarbeit der Schweiz in Subsahara-Afrika ein.

Der Schwerpunkt der Entwicklungszusammenarbeit liegt darauf, benachteiligten Bevölkerungsgruppen Zugang zu Grundversorgung (Gesundheit, Bildung), Infrastruktur (Wasser), Beschäftigung und Einkommen zu schaffen und ein nachhaltiges Wachstum zu fördern.

Viele Regionen in Subsahara-Afrika sind geprägt von chronischen Krisen, in welchen die betroffene Bevölkerung wiederholt oder langfristig auf humanitäre Hilfe angewiesen ist. In diesen Kontexten ist die humanitäre Hilfe in gemeinsame Strategien mit anderen Partnern der internationalen Zusammenarbeit eingebunden.
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Mit der Transitionszusammenarbeit zu Gunsten Ländern Zentralasiens unterstützt die Schweiz die regionale und nationale Wasserbewirtschaftung, die Entwicklung des Privatsektors und sie begleitet Reformen des öffentlichen Sektors sowie des Gesundheitssystems.

Die internationale Zusammenarbeit der Schweiz in Ost- und Südasien konzentriert sich auf Länder und Regionen, welche nach wie vor hohe Anteile an multidimensionaler Armut aufweisen, dies beispielsweise in Bezug auf Einkommen, mangelnde Sicherheit, beschränkten Zugang zur Grundversorgung, chronische Mangelernährung, Gefährdung durch ökologische und wirtschaftliche Schocks sowie soziale und ethnische Diskriminierung grosser Bevölkerungsgruppen.
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Die Programme der DEZA in Lateinamerika decken die Bereiche lokale Gouvernanz und Dezentralisierung, Schaffung von Arbeitsplätzen und Einkommen, Klimawandel sowie Wasser ab. In fragilen Kontexten (Honduras, Haïti) liegen die Schwerpunkte auf der Gewaltprävention, Förderung der Menschenrechte und Stärkung des Staates.

In Peru unterstützt das SECO vor allem den Aufbau von wirtschaftlichen Institutionen, einen wettbewerbsfähigen Privatsektor und den Zugang zu öffentlichen Dienstleistungen. In Kolumbien, wo gewisse Landesteile nach wie vor stark von der Präsenz bewaffneter Gruppen und organisierter Kriminalität geprägt sind, schafft das SECO wirtschaftliche Perspektiven und leistet dadurch einen Beitrag zu anhaltendem Frieden.
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Damit die Mittel zugunsten der Ostzusammenarbeit so effektiv wie möglich eingesetzt werden, fokussiert die Schweiz ihre Aktivitäten auf gewisse Themen. Kriterien bei der Schwerpunktsetzung sind die Bedürfnisse der Länder, ihr Potenzial und die Schweizer Expertise in den verschiedenen Themen. Und letztlich spielen auch politische Interessen eine Rolle.
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Die humanitäre Hilfe der DEZA besteht vor allem darin, Hilfe vor Ort zu leisten und das Bewusstsein in Bezug auf die Einhaltung des Völkerrechts zu fördern. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf dem Schutz der am stärksten betroffenen Zivilbevölkerung.
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Im Blickfeld der wirtschafts- und handelspolitischen Massnahmen des SECO stehen vier Wirkungsziele: Wirksame Institutionen und Dienstleistungen, Mehr und bessere Arbeitsplätze, Gestärkter Handel und höhere Wettbewerbsfähigkeit, Emissionsarme und klimaresiliente Wirtschaft. Alle tragen zu einem nachhaltigen und inklusiven Wachstum bei.
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Mit ihrer Entwicklungszusammenarbeit unterstützt die DEZA über 500 Programme und Projekte und konzentriert sich dabei auf zehn Themen. Die Prioritäten dieser Programme werden auf die Bedürfnisse der 21 Partnerländer und -regionen im Süden abgestimmt.

Die Themen Gleichstellung von Frau und Mann und gute Regierungsführung werden sowohl als Querschnitts- als auch als sektorspezifische Themen behandelt.
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Mit dem Ziel die vom Parlament festgelegte Vorgabe einer APD (öffentliche Entwicklungshilfe) von 0,5% des Bruttonationaleinkommens (BNE) zu erreichen, sind die der DEZA zugewiesenen Mittel bis 2015 stetig gewachsen.

Ab 2016 haben sich die vom Bundesrat beschlossenen und vom Parlament verabschiedeten Sparmassnahmen (Stabilisierungsprogramm und Schuldenbremse) stark auf die Kredite der internationalen Zusammenarbeit ausgewirkt.
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Die an das SECO gewährten Mittel haben sich mit dem Ziel einer APD/BNE Quote von 0,5% bis 2015 schrittweise erhöht. Ab 2016 nahmen die Mittel infolge der Sparmassnahmen des Bundes allmählich ab, was sich proportional besonders stark auf die Kredite der internationalen Zusammenarbeit auswirkte.
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Die DEZA konzentriert ihre Aktivitäten vorwiegend auf die einkommensschwächsten Länder. 2019 wurde die Hälfte der bilateralen Ausgaben in Afrika und dem Mittleren Osten eingesetzt. Ein Viertel ging nach Süd- und Ostasien und ein weiterer Viertel wurde für Lateinamerika und die Transitionszusammenarbeit in Europa und Zentralasien aufgewendet.

Das SECO ist insbesondere in Ländern mit mittlerem Einkommen tätig. Die Transitionszusammenarbeit in den Ländern des Ostens macht mehr als ein Drittel der Ausgaben im 2019 aus. Süd- und Ostasien, Subsahara-Afrika und Lateinamerika bilden zu fast gleichen Teilen die anderen Hauptempfängerregionen.
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Mit dem «Nature Conservation Programme» (NCP) unterstützt die Schweiz Nordmazedonien bei der Erhaltung der Artenvielfalt und der natürlichen Ressourcen des Landes und fördert gleichzeitig eine nachhaltige und integrative Entwicklung.
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Das NCP unterstützt Nordmazedonien bei der landesweiten Bereitstellung von Diensten für die Erhaltung des Ökosystems. Dadurch sollen die lokalen Behörden für den Zusammenhang zwischen Natur und Entwicklung sensibilisiert werden. 
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In der Region Malechewo im Osten des Landes wurde mit Unterstützung des NPC ein regionaler Waldentwicklungsplan erarbeitet. Dieser entstand mit freiwilliger Beteiligung von 14 Institutionen und dient dazu, eine Forstentwicklungsstrategie für die 806 km2 grosse und zu 52 Prozent bewaldete Region zu erstellen.  
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2019 wurde das Osogowo-Gebirge zum Schutzgebiet erklärt. Die Gebirgskette ist ein bedeutendes Geschichts-, Natur- und Kulturerbe Nordmazedoniens. Die Aufwertung des Gebietes wurde durch die Zusammenarbeit von rund 350 Vertreterinnen und Vertretern von mehr als 35 Institutionen ermöglicht.  
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In der Bregalnica-Region unterstützt das NCP den Prozess zur Identifizierung von Gebieten, die den Natura-2000-Kriterien entsprechen. Diese Schutzgebiete sind eine Voraussetzung für den EU-Beitritt. Bedrohte Arten und Lebensräume wurden identifiziert und drei Gebiete als mögliche Natura-2000-Gebiete ausgewählt.  
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Auch die Vorbereitung und die Produktion des Films «Honeyland» kam dank der Unterstützung des NCP zustande. Dieser Feature-Dokumentarfilm behandelt universelle Themen wie die nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen und deren Umweltauswirkungen. Der Film wurde für zwei Oscars nominiert und hat verschiedene Auszeichnungen erhalten, darunter den «Impact for Change»-Award des Sundance Filmfestivals.  
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Die Schweiz unterstützt die Entwicklung eines sanften Tourismus in der Bregalnica-Region. Zwischen 2016 und 2018 stieg die Gästezahl in dieser Region um 12%. Das NCP hat mit der Schaffung eines Touristeninformationszentrums und eines Naturschutzbildungszentrums sowie durch eine bessere Signalisation der Wanderwege zu diesem Ergebnis beigetragen. 
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Seit 2007 beteiligt sich die Schweiz mit 1,302 Milliarden CHF an Projekten zur Verringerung der wirtschaftlichen und sozialen Ungleichheiten in der erweiterten EU. Die Schweiz festigt damit die wirtschaftlichen und politischen Beziehungen zur EU und ihren Mitgliedstaaten. Gleichzeitig ist das Engagement der Schweiz auch Ausdruck von Solidarität. 
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Alle Projekte des Erweiterungsbeitrags müssen innerhalb von zehn Jahren umgesetzt werden. Die zehn Staaten, die der EU 2004 beigetreten waren, haben ihre Projekte 2017 erfolgreich abgeschlossen. Ende 2019 wurden alle Projekte in Rumänien und Bulgarien beendet. In Kroatien, das der EU 2013 beigetreten ist, laufen die Projekte noch bis 2024. 
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Verschiedene Projekte der Schweiz leisten einen Beitrag zur Stärkung der Zivilgesellschaft. In Rumänien wurden 94 Organisationen und damit über 260'000 Personen in den Bereichen politische Bildung, nachhaltige Entwicklung und Umwelt unterstützt.  

Alle Resultate des Erweiterungsbeitrags für Rumänien
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In Bulgarien wurden dank des Erweiterungsbeitrags rund 3800 Tonnen giftige Pflanzenschutzmittel fachgerecht entsorgt. Die heute verbotenen Pestizide aus den Jahren des Kommunismus lagerten in über 200 Lagerhäusern, die allmählich zerfielen. 

Alle Resultate des Erweiterungsbeitrags für Bulgarien
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In Kroatien erhalten verschiedene KMU Unterstützung bei der Entwicklung von innovativen Vorhaben, beispielsweise im Bereich der Informationstechnik. Fünf KMU gelang es, eine Finanzierung des europäischen Eurostars-Programmes zu erhalten, welches zur Marktfähigkeit der neu entwickelten Produkte beiträgt. 

Alle Resultate des Erweiterungsbeitrags für Kroatien
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Am 3. Dezember 2019 hat das Schweizer Parlament die Rahmenkredite für einen zweiten Schweizer Beitrag an ausgewählte EU-Mitgliedsstaaten verabschiedet. Das Parlament hat aber auch entschieden, dass die Schweiz bilaterale Abkommen mit den Partnerländern zur Umsetzung des zweiten Schweizer Beitrags nicht unterzeichnet, solange diskriminierende Massnahmen der EU vorliegen. Der Bundesrat wertet die Weigerung der EU, die Börsenäquivalenz zu verlängern, als diskriminierende Massnahme. 

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Bereits heute lebt mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung in Städten. Nahezu alle Migrantinnen und Migranten sowie Zwangsvertriebene, ob sie sich über Grenzen hinweg oder innerhalb eines Landes bewegen, sind auf dem Weg in die Städte. Dort hoffen sie, Arbeit, Unterkunft und Schutz zu finden. 
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Mit über 1,4 Millionen Flüchtlingen ist Uganda die grösste Flüchtlingsaufnahme-Nation in der Region am Horn von Afrika. Nach der Registrierung bei den Behörden erhalten die Flüchtlinge ein Stück Land, um sich selbst versorgen zu können. Viele Flüchtlinge zieht es jedoch in die Städte. Leider erhalten die städtischen Behörden von der Zentralregierung nicht genügend Mittel, um qualitativ hochwertige öffentliche Dienstleistungen zu erbringen. 
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Um den wachsenden Druck auf überfüllte Schulen und überlastete Gesundheitszentren zu mindern, suchte der Bürgermeister der Gemeinde Arua, Isa Kato, nach Lösungen. Er fand Unterstützung beim Städtebund «Cities Alliance», in dem die Schweiz aktives Mitglied ist. 
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Über die «Cities Alliance» erhalten die Stadtbehörden von Arua das nötige Fachwissen, um geschlechtsspezifische Daten innerhalb der Bevölkerung zu erheben und Lücken in der Grundversorgung zu identifizieren. Auswertungen ermöglichen es, die Anzahl Klassenzimmer bei Bedarf zu erhöhen und mehr Lehrkräfte auszubilden. Sie zeigen auch auf, wo die Kapazitäten der Gesundheitszentren erhöht und Strukturen aufgebaut werden müssen, um informelle Stadtteile zu versorgen. 
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Neben Arua setzen weitere Städte innovative Eingliederungsmassnahmen um. Um das Lernen aus den Erfahrungen der Pioniere zu fördern, lud die UNO 2019 Stadtpräsidentinnen und -präsidenten aus der ganzen Welt zum ersten Flüchtlingsforum in Genf ein. Auf dieser internationalen Bühne stellten die Städte Arua (Uganda), Amman (Jordanien), São Paolo (Brasilien) und Gaziantep (Türkei) ihre pragmatischen Lösungen vor.  
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Auch die Stadt Zürich teilte ihre Erfahrungen mit der Integration von Migrantinnen und Migranten. Die Zürcher Stadtpräsidentin Corine Mauch ist Mitglied der von der Schweiz unterstützten Initiative «Mayors Migration Council». Zur Städtepartnerschaft mit der libanesischen Stadt Tyros sagte sie 2019 vor der UNO:

«Es ist eine Zusammenarbeit, die Kapazitäten aufbaut und die Widerstandsfähigkeit der Städte stärkt, aber auch beiden Seiten die Möglichkeit bietet, voneinander zu lernen.»
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16 Millionen Menschenleben retten und Epidemien wie HIV/Aids, Tuberkulose und Malaria bis 2030 effizient eindämmen: Dies ist das erklärte Ziel des Globalen Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria, den die Schweiz mit Fachwissen und finanziellen Mitteln unterstützt. Zudem wirkt sie bei der strategischen Planung mit. 
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HIV/Aids, Tuberkulose und Malaria betreffen vor allem arme Bevölkerungsgruppen und behindern die wirtschaftliche Entwicklung in den betroffenen Ländern. Zudem machen die Auswirkungen dieser Krankheiten nicht vor Landesgrenzen Halt. Aber es ist ein Wandel in Sicht.  
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Der äthiopischen Regierung ist es gelungen, die Gesundheitszentren näher an die Gemeinden anzubinden. Dank des Einsatzes von Mitarbeitenden an der Front, die zuvor vom Globalen Fonds ausgebildet wurden, konnten innerhalb eines Jahres 748'601 Malariafälle behandelt und 457'000 Menschen medizinisch versorgt werden. 100'000 Tuberkulose-Fälle wurden entdeckt und behandelt. 
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Dies ist dank Mitarbeiterinnen wie Tiber möglich. Sie betreibt Aufklärung an vorderster Front. Leise, aber eindringlich erzählt sie ihren Zuhörerinnen, wie wichtig der Zugang zu Verhütungsmitteln ist und wie sich die ganze Familie vor Malaria schützen kann, etwa indem alle unter einem Moskitonetz schlafen. 
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Seit das Programm 2004 gemeinsam mit dem Globalen Fonds lanciert wurde, ist die Lebenserwartung von 54 auf 65 Jahre gestiegen. Dank des Globalen Fonds wurde Äthiopien unter den Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen zum Vorreiter beim Aufbau belastbarer Gesundheitssysteme.  
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Doch um Malaria, Tuberkulose und HIV weltweit zu beenden, braucht es den Einsatz aller Akteure im Gesundheitsbereich. Die Schweiz unterstützt den Globalen Fonds mit ihrem strategischen Wissen und teilt ihre Erfahrungen im Gesundheitsbereich mit anderen Ländern. Sie setzt sich für die wichtige Koordination zwischen Regierungen, Zivilgesellschaft und Firmen ein. Denn nur wenn all jene, die auf den Gesundheitsbereich einen Einfluss haben, zusammenspannen, kann der Kampf gegen die drei Krankheiten beschleunigt werden. 
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Die Schweiz ruft auch zu einer engeren Zusammenarbeit zwischen UNAIDS und dem Globalen Fonds auf. Sie ist Mitglied der Exekutivräte dieser beiden in Genf ansässigen und sich ergänzenden Organisationen. Gemeinsam können diese Regierungen noch wirksamer unterstützen. 
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Vietnam ist eine der grössten Reiskammern Asiens und einer der wichtigsten Reisexporteure weltweit. Die Reisproduktion stellt das Mekong-Delta vor ökologische Herausforderungen, namentlich Wasserknappheit und Bodenverschmutzung. Die lokalen Reisbauern gehören trotz Intensivanbau zu den Ärmsten im Land und werden von der sozialen Entwicklung ausgeschlossen. Das neue Projekt CORIGAP beruht auf Forschungsergebnissen und zeigt auf, wie die Situation verbessert werden kann. 
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Die meisten Kleinbauernbetriebe bewirtschaften in der Regel eine Fläche von weniger als zwei Fussballfeldern. Sie arbeiten mit veralteten Techniken, verwenden grosse Mengen an Chemikalien und verdienen oft nicht genug für den Unterhalt ihrer Familien. Die Schweiz und ihre Partner haben CORIGAP als neues umweltfreundliches Projekt für Kleinbauern im Mekong-Delta entwickelt. 
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In Vietnam fördert CORIGAP den «1M5R»-Ansatz (1 Must-do und 5 Reduzierungen). «1 M» ist die Aufforderung, zertifiziertes Saatgut zu verwenden, während die «5 R» darauf abzielen, die Saatgutmenge, die chemischen Düngemittel, die Pestizide, die Wassermenge und die Nachernteverluste zu reduzieren. Die sechs Regeln sollen dazu beitragen, die Lebensbedingungen der Kleinbauern zu verbessern und die Umwelt zu schützen. 
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Der Bauer Tuan Ve aus der Provinz Can Tho nahm an einer CORIGAP-Schulung teil:

«Zertifiziertes Saatgut ist teuer, und ich habe früher mehr verwendet als nötig, über 120kg. Nach dem Feldversuch wurde mir klar, dass ich die Saatgutmenge erheblich reduzieren kann, ohne Ernteverluste befürchten zu müssen.»

Das Projekt erreichte rund 235’000 Bäuerinnen und Bauern in sechs Ländern. Alle berichteten von grösseren Gewinnen.
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Die Schweiz baut nun auf diesen Erfolg auf und wird in einer zweiten Phase versuchen, so viele Bäuerinnen und Bauern wie möglich zu erreichen. Dabei sollen diese auch Kontakte mit Partnern aus dem Privatsektor knüpfen, damit sie den Reis unter sozialverträglichen Bedingungen anbauen und schliesslich zu fairen Preisen verkaufen können. 
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In einer Umfrage berichteten die Reisbauern 2019 über bemerkenswerte Ergebnisse. Sie brauchen heute 30% weniger Saatgut und der Wasser- und Pestizidverbrauch ist gesunken. Die Erträge sind gestiegen und führten zu Zusatzeinkommen von 280 US-Dollar pro Hektar. Die Bauern konnten ihre Überschüsse problemlos zu einem fairen Preis an Händler oder lokale Verbraucher verkaufen. Für Bauern wie Tuan Ve stellt dies eine durchschnittliche Gewinnsteigerung von 40% dar. 
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Die Schweiz teilte ihre Forschungsergebnisse mit Fachleuten der Plattform für nachhaltigen Reisanbau («Sustainable Rice Platform»), da noch viel mehr Kleinbauern auf der ganzen Welt von diesem erfolgreichen Projektansatz profitieren könnten. Gemeinsam mit dieser globalen Allianz von Reisakteuren unterstützte Schweiz die Ausarbeitung von globalen Standards für einen nachhaltigen Reisanbau.
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Als Ziel-, Transit- und Herkunftsland beherbergt Ägypten eine große Zahl von Migranten, Flüchtlingen und Asylsuchenden aus dem Nahen Osten und Afrika, hauptsächlich aus Syrien, Sudan, Südsudan, Äthiopien und Eritrea. Die Mehrheit der Migranten und Flüchtlinge steht vor zahlreichen Herausforderungen in Bezug auf den Schutz und die Befriedigung ihrer Grundbedürfnisse. Sie sind besonders anfällig für Armut sowie für sexuelle und geschlechtsspezifische Gewalt.  
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In Ägypten spielen lokale Organisationen bei der Betreuung von Migrantinnen und Migranten und Flüchtlingen eine wichtige Rolle. Die Schweiz unterstützt deshalb die «St. Andrews for Refugee Services» (StARS). Die Organisation ist in Kairo ansässig, wo sie über 19’000 Flüchtlinge und Migrantinnen und Migranten mit hochwertigen Dienstleistungen versorgt und ihnen einen sicheren Ort anbietet, der allen offensteht.  
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Im Rahmen seiner Ägypten-Reise im März 2019 besuchte Bundesrat Ignazio Cassis das StARS-Projekt.

«Die Verbesserung der allgemeinen Situation von Migrantinnen und Migranten kann längerfristig dazu beitragen, den Migrationsdruck zu verringern. Im Rahmen ihrer Wirtschafts- und Entwicklungszusammenarbeit in Ägypten trägt die Schweiz zur Verbesserung der Lebensbedingungen der lokalen Bevölkerung bei". 

Ignazio Cassis, Bundesrat
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Mehr als 80% der Mitarbeitenden von StARS sind selber Flüchtlinge oder Migrantinnen und Migranten und können sich dadurch sprachlich und kulturell besser mit den Betroffenen verständigen und auf ihre Bedürfnisse eingehen.

«Ich arbeite seit einem Jahr und einem Monat für StARS. Da ich selbst ein Flüchtling bin, suchte ich eine Arbeit, bei der ich mit anderen Flüchtlingen zusammenarbeiten kann. Unser Ärztenetzwerk bietet kostenlose Sprechstunden und Medikamente an. Wir versuchen, Menschenleben zu retten, und tun unser Bestes, um allen zu helfen.»

Rimaz Mohieldin, Ärztin bei der Organisation StARS
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StARS bietet besonders gefährdeten Migrantinnen und Migranten psychosoziale Hilfe, Rechtsberatung und Zugang zu medizinischer Versorgung und Bildung an. Rund 300 Kinder profitieren vom Unterrichtsangebot in den Räumlichkeiten von StARS. Die Organisation kümmert sich auch um Fälle von sexueller oder geschlechtsspezifischer Gewalt und um Notfallsituationen. 
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Im Juni 2019 hat mit Schweizer Unterstützung im Süden Vietnams der Ninh-Thuan-Solarpark seinen kommerziellen Betrieb aufgenommen. Er liefert 168 Megawatt Strom und versorgt fast 200’000 Menschen.  
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In den letzten 30 Jahren leitete die vietnamesische Regierung vorsichtige marktwirtschaftliche Reformen ein. So konnte die Armut erheblich reduziert und die Wirtschaft geöffnet werden. Dies steigerte allerdings den Energiebedarf des Landes.  
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Gegenwärtig erzeugt Vietnam fast zwei Drittel seiner Energie aus Kohle, Öl und Gas. Bis 2015 stammten nur 4% aus erneuerbaren Quellen. Aufgrund des Klimawandels hat sich die Regierung dazu verpflichtet, künftig vermehrt erneuerbare Energien zu nutzen.  
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Die Schweiz unterstützt dieses Vorhaben. Als Mitglied der «Private Infrastructure Development Group» (PIDG) half sie mit, den Ninh-Thuan Solarpark zu bauen. Der dort erzeugte Strom wird mit einer 20-jährigen Abnahmegarantie an das nationale Versorgungsunternehmen geliefert und verringert die jährlichen CO2-Emissionen im Land um 240’000 Tonnen. 
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Rund um den Solarpark leben vor allem Bauern. Am Anfang befürchteten sie negative Auswirkungen auf die Umgebung. Doch dann sahen sie, dass der Park auf landwirtschaftlich kaum nutzbares Ödland gebaut wurde und willkommene Arbeitsplätze entstanden. 
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Entlang des Parks und der umliegenden Ortschaften wurden neue Strassen gebaut. Diese erleichtern nicht nur den Transport von Vieh und landwirtschaftlichen Produkten, sondern auch den Schulweg für die Dorfkinder. «Ich bin sehr stolz, dass dieses Projekt geholfen hat, die wirtschaftliche Entwicklung im Land und die Lebensqualität der lokalen Bevölkerung zu verbessern», sagt die Sprecherin der betroffenen Gemeinden, Ha Thi Thu Nga. 

Weitere Informationen

Webseite SECO: Vietnam

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Indonesien vereint mehr als 17’000 Inseln mit einer riesigen kulturellen Vielfalt. Das Land verfügt damit über grosses touristisches Potential. Seit 2009 fördert die Schweiz einen nachhaltigen Tourismus, der zu wirtschaftlicher Entwicklung beiträgt und neue Geschäftsmöglichkeiten und Arbeitsplätze schafft. 
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Ein Schweizer Programm unterstützt touristische Angebote in verschiedenen Destinationen Indonesiens, die zu Natur und lokaler Kultur Sorge tragen und die örtliche Bevölkerung einbinden. Das Programm steigert die Attraktivität Indonesiens für Touristinnen und Touristen, zum Beispiel indem es lokale Dienstleisterinnen und Dienstleister berät.  
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Um erfolgreich Dienstleistungen im Tourismusbereich anbieten zu können, muss das Fachpersonal über die nötigen Kompetenzen verfügen. Deshalb unterstützte das Programm 2019 zusammen mit den lokalen Regierungen und dem Privatsektor noch stärker Berufsschulen und höhere Bildungseinrichtungen. Diese konnten die Qualität ihrer Ausbildungen verbessern und stärker an die Bedürfnisse der lokalen Touristik-Unternehmen anpassen.   
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«Unser Lehrpersonal ist heute kompetenter und unser Studiengang verzeichnet mehr Absolventinnen und Absolventen», sagt Agustinus Taruk, Leiter einer Berufsschule in Toruja. 
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Der Tourismus kann aber auch negative Folgen für Klima, natürliche Ressourcen und das kulturelle Erbe von lokalen Gemeinschaften haben. Darum unterstützt das Schweizer Programm auch Nachhaltigkeits-Konzepte von lokalen Regierungen, beispielsweise um Plastik- und Abfall zu reduzieren. 
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Seit Beginn des Programms 2009 sind die internationalen Touristenzahlen in den ausgewählten Destinationen um über 65% gestiegen. Auch die Zufriedenheit der Touristinnen und Touristen nahm zu, was sie veranlasste, 60% mehr Geld auszugeben. Dadurch konnten Hunderte von Familien ihr Einkommen steigern. 

Weitere Informationen

Webseite SECO: Indonesien
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Mehr als zwei Millionen bosnische Bürger leben im Ausland, davon etwa 60'000 in der Schweiz. Viele von ihnen möchten etwas zur Entwicklung ihres Heimatlandes beitragen, sei es mit finanzieller Unterstützung oder mit ihrem Wissen. Dieses Potential soll mit dem Projekt «Diaspora for Development» besser genutzt werden.  
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Wertvolles Wissen von Bosniern kam bei der Gründung des Unternehmens «Remus Innovation» zum Zug. Die Firma wurde als Untergruppe des Unternehmens «Remus» in der bosnischen Kleinstadt Sanski Most mithilfe der Schweiz aufgebaut. Sie beschäftigt heute 120 Angestellte.  
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Für rund 1000 Frauen und Männer konnte seit Projektbeginn eine Anstellung gefunden werden, was ihnen ermöglicht, in ihrem Land zu bleiben.  
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Auch an anderen Orten führte die Gruppe Projekte durch. So organisierte sie einen Hackathon in Mostar, an dem mehr als 30 junge Menschen teilnahmen. Sie entwickelten Software-Lösungen für lokale Unternehmen aus Landwirtschaft, Tourismus und der Metallindustrie. Dabei erhielten sie Unterstützung durch Mentoren aus der Diaspora. Insgesamt entstanden 5 Startups im Informatik-Bereich. 
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In der Gemeinde Posušje in West-Herzegowina wurden 22 Mittelschüler auf Initiative der lokalen Gemeinschaft und der bosnischen Diaspora an einer Werkzeugmaschine geschult. Die Maschine hatte ein Unternehmer aus der Diaspora gekauft und zur Verfügung gestellt. Ziel des Projektes war es, junge Menschen praktisch auszubilden und so die Perspektiven und die wirtschaftliche Entwicklung der Gemeinde zu fördern.
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Es ist wichtig, dass junge Menschen in Bosnien und Herzegowina berufliche Perspektiven erhalten und sich das Land wirtschaftlich und politisch weiterentwickeln kann. Eine nachhaltige Entwicklung in Bosnien und Herzegowina ist im Interesse der Schweiz, da eine stabile Situation im Balkan auch die Stabilität in Europa sichert. 
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Im Sommer 2019 brannten mehrere Millionen Quadratkilometer Wald und Savanne im Osten von Bolivien, einem Schwerpunktland der Schweizer Entwicklungszusammenarbeit. 
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Auf Ersuchen der bolivianischen Regierung entsandte die Humanitäre Hilfe der Schweiz ein regionales Soforthilfeteam zur Unterstützung der Brandbekämpfung. Die Grupo de Intervención y Apoyo Rápido (GIAR) besteht aus Soforthilfeexperten vor Ort, die für Nothilfeoperationen in den Einsatz geschickt werden können. 
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Das Team arbeitete in Roboré, wo sich auch die Operationszentrale der bolivianischen Behörden befindet. Es unterstützte die nationalen Behörden bei der Beschaffung und Verteilung von Feuerbekämpfungssets. 200 Einsatzkräfte der Feuerwehr, der Armee und der lokalen Behörden wurden mit Werkzeug und passender Schutzausrüstung wie Helmen, Feuerwehrbeilen, Schutzbrillen und Rauchschutzmasken ausgerüstet. Damit konnten sie die Waldbrände vom Boden aus besser bekämpfen und eindämmen.  
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Gleichzeitig entwickelte die Humanitäre Hilfe ein Tracking-Tool, um Brandherde zu analysieren. So konnten zwei Millionen Hektar Land überwacht werden. Das entspricht fast der Hälfte der Fläche der Schweiz. 
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Dank dieses Tools und der Satellitenbilder konnte die Entwicklung der Brandherde besser analysiert werden. Das Schweizer Team schulte die bolivianische Armee in der Verwendung der neuen App. Dadurch gestaltete sich die ganze Brandbekämpfung wesentlich effizienter. 
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In Burkina Faso leben über 40% der Menschen unter der Armutsgrenze. Landwirtschaft und Kleingewerbe sind für die Wirtschaft des Landes zentral und bilden die Haupteinkommensquelle für nahezu 80% der Bevölkerung. Mangelnde Grundversorgung und das starke Bevölkerungswachstum belasten die bestehende Infrastruktur.
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Die Schweiz unterstützt den von der Regierung Burkina Fasos 1991 eingeleiteten Dezentralisierungsprozess. Hauptziel ist die Bereitstellung einer hochwertigen und auf die Bedürfnisse der Bevölkerung zugeschnittenen Grundversorgung. Die Umsetzung birgt viele Herausforderungen, darunter der geringe Ressourcentransfer in die Gemeinden und mangelndes Know-how der lokalen Behörden. 

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Die Dezentralisierung stärkt die Transparenz und Wirksamkeit der lokalen Verwaltungen. Bürgerinnen und Bürger werden stärker in Entscheidungsprozesse miteinbezogen. Die Schweiz unterstützt die lokalen und regionalen Akteure bei der Ausarbeitung von Entwicklungsplänen mit der Bevölkerung. 

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Mit Hilfe der Schweiz konnten 30 lokale Verwaltungen die soziale und wirtschaftliche Grundversorgung (Bildung, Gesundheit, Zugang zu Trinkwasser sowie Verkehr und Märkte) von über 6 Millionen Menschen sicherstellen.  

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Dank des Engagements der Schweiz wurden in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Wasser, lokale Wirtschaftsförderung und Zivilstandswesen mehr als 700 Projekte durchgeführt. So wurde beispielsweise im Osten des Landes ein Strassennetz von mehr als 300 Kilometern Länge gebaut. Dies wirkte sich positiv auf die Stadtentwicklung und die Erschliessung der Märkte aus. Verschiedene Infrastrukturprojekte, insbesondere der Ausbau des Brunnennetzes, ermöglichten über 110‘000 Personen den Zugang zu Trinkwasser.  
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Ein weiterer Schwerpunkt des Programms liegt auf dem Ausbau der lokalen Demokratie. Die Schweiz unterstützt die Stärkung von Verbänden und Medien, die dazu beitragen können, mehr Transparenz und Rechenschaft von den gewählten Behörden einzufordern. 

«Ich bin glücklich, Teil dieses gemeinschaftlichen Radiosenders zu sein. Dank der Unterstützung der Schweiz erhalten jene, die mehr lokale Gouvernanz und einen nachhaltigen Dialog fordern, eine Stimme. Es ist mehr als ein Radio, es ist ein Kommunikationsinstrument im Dienste der lokalen Entwicklung.»

Fabrice Zongo, Journalist bei Radio Palabre, Koudougou 


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Die Schweiz unterstützt in Tunesien und Marokko das Projekt PAMPAT, das die Bedingungen für die Herstellung und den Verkauf von lokalen Produkten verbessert. 
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Immer mehr Konsumentinnen und Konsumenten sind bereit, für in Kultur und Tradition verwurzelte Produkte höhere Preise zu zahlen. Für die ländlichen Kleinproduzenten bedeutet dies eine grosse Chance. Sie müssen preislich nicht mit standardisierten Produkten konkurrieren und werden belohnt, wenn sie das kulturelle Erbe erhalten. 
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Ein gutes Beispiel für traditionelle Produkte sind Kaktusfeigen, die in Tunesien überall blühen und gedeihen. Als das Projekt PAMPAT 2013 startete, gab es lediglich fünf tunesische Unternehmen, die Produkte aus Kaktusfeigen herstellten. 2019 waren es bereits 30 mit über 100 verschiedenen Erzeugnissen. Dabei sind 1000 neue Arbeitsplätze entstanden.  
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Das Projekt unterstützt auch tunesische Produzenten von Harissa (eine Paste aus Chilischoten) und Feigen aus Djebba dabei, ihre Erzeugnisse besser zu entwickeln, zu verarbeiten und national und international zu vermarkten. Das Projekt führt neue Qualitätsstandards, Gütesiegel und Zertifizierungssysteme ein und schafft zusammenhängende Wertschöpfungsketten von den Bauern bis zu den Exportmärkten.  
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Im Rahmen des Projektes werden auch nationale Wettbewerbe für Regionalprodukte durchgeführt. Diese basieren auf bereits erfolgreich in der Schweiz lancierten Veranstaltungen der «Fondation Rurale Interjurassienne». Dutzende Unternehmen konnten 2019 dank Ausstellungen und Degustationen ihren Umsatz um rund die Hälfte steigern.  
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Aufgrund der guten Resultate beschloss die Schweiz 2019, das Projekt bis 2024 weiterzuführen. Neu unterstützt es zusätzliche Produkte wie Datteln, Granatäpfel und getrocknete Tomaten. Die nationalen Wettbewerbe werden auf Ägypten und Georgien ausgedehnt. Umgesetzt wird PAMPAT von der UNIDO, der UNO-Organisation für industrielle Entwicklung. 

Weitere Informationen

Webseite SECO: Tunesien
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Am 14. März 2019 traf der Zyklon Idai die Stadt Beira und die Provinz Sofala in Mosambik, einem Schwerpunktland der Schweizer Entwicklungszusammenarbeit. Idai forderte über 600 Opfer und rund zwei Millionen Menschen leiden unter den Folgen dieser Katastrophe: zerstörte Ernten, Seuchengefahr und Tausende von Vertriebenen.  
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Am 16. März 2019 entsandte die Schweiz mehrere Expertinnen und Experten des Schweizerischen Korps für humanitäre Hilfe (SKH) nach Mosambik. Das Team nahm eine Lagebeurteilung vor Ort vor und leitete erste Soforthilfemassnahmen in den Bereichen Trinkwasser, Notunterkünfte und Logistik ein. 
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Die Aktivitäten der Schweiz im Wassersektor konzentrierten sich auf die Region Dombe. In Zusammenarbeit mit den lokalen Behörden wurden drei Trinkwasserverteilsysteme eingerichtet. Dadurch erhielten 785 Familien wieder Zugang zu Trinkwasser (22'000 Liter pro Tag für rund 4000 Personen). 
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Die Fachleute des SKH setzten sich zudem für die Sanierung von über 200 Brunnen ein. Gleichzeitig schulten sie das Personal von Solidar Suisse – einem seit Jahren vor Ort präsenten Partner – in der Überprüfung der Wasserstellen, der Analyse der Wasserqualität und der Brunnenreinigung. 
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Die Schweiz lieferte der Internationalen Organisation für Migration (IOM) mehr als 12 Tonnen Hilfsmaterial. Die Spende umfasste Zeltplanen, Mehrzweckzelte und Reparaturwerkzeug. Zwei Logistikfachkräfte des SKH unterstützten IOM bei der Verteilung des Materials in Beira. 
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Am 25. April 2019, sechs Wochen nach dem Wirbelsturm Idai, traf ein zweiter Zyklon den Norden Mosambiks: Kenneth forderte über 50 Menschenleben und nahezu 380'000 Personen gerieten in Not. Ein Teil der Hilfsgüter der Schweiz wurde in diese neu betroffene Region weitergeleitet. Drei SKH-Spezialisten für Wasser und Sanitärversorgung wurden vor Ort geschickt. 
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Insgesamt entsandte die Schweiz 19 SKH-Mitglieder und rund 20 Tonnen Material nach Mosambik. Sie stellte 3 Millionen Franken bereit, um den Überlebenden dieser beiden Katastrophen in Mosambik und in den Nachbarländern zu helfen. 
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Der Nahe Osten ist eine Weltregion mit besonders grossen Wasserproblemen. Neben der Wasserknappheit verschärfen Missmanagement und anhaltende Konflikte die Situation. 
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Seit 2011 unterstützt die Schweiz die «Blue Peace»-Initiative im Nahen Osten. Ihr Ziel ist es, dass Staaten, Unternehmen und Gemeinschaften sich zusammen an einen Tisch setzen und arbeiten. Wasser als mögliche Konfliktursache wird so zu einem Instrument der Friedensförderung. 

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Konkret strebt die Initiative eine Zusammenarbeit in verschiedenen Bereichen an, zum Beispiel bei der Ausbildung von Medienschaffenden, damit diese vermehrt über die Wasserproblematik in der Region berichten und so die Bevölkerung und die Politik stärker dafür sensibilisieren, bei der Durchführung von Studien zur Wasserbewirtschaftung oder bei der Schaffung von Arbeitsplätzen durch einen Wissenstransfer der Schweiz an kleine und mittlere Unternehmen im Wasser- und Abwassersektor.  

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Die Schweiz stösst auch systemische Veränderungen in der regionalen Wasserpolitik an. So wurde 2019 ein regionaler Wasserrat gegründet, in dem Jordanien, der Iran, Irak, der Libanon, die Türkei und teilweise auch Syrien vertreten sind. 
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Ein konkretes Ergebnis dieses regionalen Austauschs war der Bau von Messstationen am Tigris, die den Entscheidungsträgern wissenschaftliche Daten zu dessen Einzugsgebiet mit über 20 Millionen Menschen liefern. 

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Aber wie lässt sich die multilaterale Zusammenarbeit im Wasserbereich messen? Die Schweiz hat sich 2019 gemeinsam mit dem Unternehmen «Economist Intelligence Unit» mit dieser Frage beschäftigt und den «Blue Peace»-Index erarbeitet.  

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Der Index beurteilt, inwieweit die Länder ihre gemeinsamen Wasserressourcen nachhaltig bewirtschaften. Er liefert wichtige Daten für Politik, Wirtschaft und Forschung und fördert nachhaltige Investitionen und sozialverträgliche Richtlinien für die Wassernutzung. Dadurch können die gemeinsamen Wasservorkommen in der Region friedlicher und nachhaltiger bewirtschaftet werden.  

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Seit 2011 unterstützt die Schweiz das Projekt PAEFE (Programme d’appui à l’éducation et à la formation des enfants exclus du système éducatif) zur Förderung von Kindern und Jugendlichen ohne Zugang zum Bildungssystem. Mehr als 45 Prozent der Jugendlichen in Benin besuchen keine Schule. 
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Das Projekt richtet sich an Kinder zwischen 9 und 15 Jahren, die zu alt sind für die Primarschule, aber zu jung, um direkt einen Beruf zu erlernen. Insgesamt wurden 98 alternative Bildungseinrichtungen eröffnet. Die Kinder und Jugendlichen können dort ein Diplom erlangen und später in einen Beruf einsteigen. 
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Die Studie untersucht die Wirkung des Projekts auf die Teilnehmenden und auf den öffentlichen Bildungssektor. In einer quantitativen Grundstudie wurden 2017 und 2018 gesamthaft 2564 betroffene Kinder zu ihrer Situation befragt. Ein Drittel davon nahm am Projekt teil, die übrigen waren als Kontrollgruppe nicht beteiligt.
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Im Sommer 2019 wurde bei den Schülerinnen und Schülern des Abschlusssemesters eine qualitative Befragung zu ihrer beruflichen Eingliederung durchgeführt. Gleichzeitig wurde eine quantitative Befragung aller Kinder aus den verschiedenen Gruppen in Angriff genommen. 
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Bei allen Kindern führte die Teilnahme am Projekt zu einer klaren Steigerung der Kompetenzen in der Landessprache und etwas weniger ausgeprägt in Französisch.

Bei vielen Jugendlichen nahm das Interesse an einer Lehre oder einem Studium zu. Bei den Mädchen erhöhte sich ausserdem das Wunschalter für Heirat und Geburt des ersten Kindes.
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Es zeigte sich auch, dass der Austausch zwischen dem öffentlichen Bildungssektor und den neu eröffneten alternativen Bildungseinrichtungen weiter ausgebaut werden sollte. 
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Seit dem Abschluss der ersten Projektphase arbeiten die Behörden in Benin an einer Weiterführung des Modells.

Weitere Informationen

Projektseite: Helvetas
Projektseite der DEZA (fr) 
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In Kolumbien führt die Schweiz seit Anfang 2015 erfolgreich ein Projekt durch, das der ländlichen Bevölkerung den Zugang zu Wasser und zu sanitären Anlagen erleichtern und die Hygiene verbessern soll. 
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Das Projekt wurde während der Friedensverhandlungen zwischen der Guerillagruppe FARC und der Regierung lanciert. Eines der Hauptziele ist es, über eine bessere Wasserversorgung zur Stabilisierung des Friedens beizutragen. Über 50 Jahre Bürgerkrieg haben in Kolumbien zu einem Vertrauensverlust zwischen den Behörden und marginalisierten Gemeinschaften geführt. Manche Teile des Landes wurden von der Regierung aufgrund des bewaffneten Konflikts jahrelang vernachlässigt. 
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Die kolumbianische Regierung hat zwar ausreichend Finanzen für die Wasser-Infrastruktur zur Verfügung. Es fehlt jedoch an Expertise und ausgebildetem Personal, um die Infrastruktur nachhaltig aufzubauen und zu bewirtschaften. Das Projekt ermöglicht es, die lokale Wasserversorgung und die Sanitäranlagen weiterzuentwickeln, verschiedene Akteure zusammenzubringen und neue Technologien einzusetzen. 
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Das Projekt ist eine Direktaktion der Schweiz, wird aber ausschliesslich von Spezialistinnen und Spezialisten aus Kolumbien betreut. Es wird in sechs Provinzen im Westen des Landes durchgeführt und zeigt bereits Erfolge. Die Menschen sind daran interessiert, auch auf lokaler Ebene in ihre Zukunft zu investieren. Sie lernen, wie sie bei den zuständigen Stellen der Regierung Unterstützung für eine verbesserte Wasserversorgung beantragen können und gewinnen so wieder Vertrauen in die Behörden. 
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Das Projekt ist nicht nur ein gutes Beispiel dafür, wie der Zugang zu Wasser und sanitären Anlagen die unmittelbaren Bedürfnisse der Menschen deckt. Es ist auch ein geeignetes Mittel, ein Land auf seinem Weg in den Frieden zu begleiten. 
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Kinder, die nach einer Katastrophe in die Schule zurückkehren, Frauen, die zum ersten Mal ein Unternehmen gründen: Dies sind nur einige Beispiele für die erfolgreiche Partnerschaft der Schweiz mit Pakistan, die Ende 2019 beendet wurde. Die Schweiz hat sich insbesondere für die Stärkung der Menschenrechte eingesetzt, um die Lebensbedingungen der Bevölkerung nachhaltig zu verbessern.  
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Frauen und Männer demonstrieren am 10. Dezember 2019 in Peshawar auf der Strasse für mehr Menschenrechte. Breite Konsultationen und intensive Diskussionen mit unterschiedlichen Akteuren der Zivilgesellschaft führten in den letzten 10 Jahren zu neuen Gesetzesvorlagen, die anschliessend in der Politik verhandelt und von der Verwaltung umgesetzt wurden. 
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Zusammen mit der UNO unterstützte die Schweiz im Nordwesten von Pakistan, einem Grenzgebiet zu Afghanistan, solche Gesetzgebungsprozesse und erzielte damit bemerkenswerte Resultate. So sind die Rechte von Frauen, Kindern und Minderheiten heute besser geschützt. 
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In Pakistan ist es beispielsweise ungewöhnlich, dass Frauen als Polizistinnen arbeiten. Dank der Schweiz wurden in Peshawar zahlreiche Frauen zu diesem Beruf ermutigt. Die Ausbildung legt grosses Gewicht auf die Stärkung der Rechte von Frauen und Kindern. 
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Eine dank der Schweiz geschaffene Datenbank verbessert auch die Erfassung von Menschenrechtsinformationen. Masood Ahmed, Generalsekretär der Menschenrechtsdirektion in Peshawar, begrüsst die neuen technischen Möglichkeiten:

"Die Datenbank ermöglicht es, den Fortschritt der Menschenrechte in unserer Provinz per Mausklick zu verfolgen. In allen 34 Distrikten der Provinz gibt es nun eine Person, die als Ansprechpartner für die Bevölkerung und die Verwaltung in Menschenrechtsfragen fungiert."
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Nach einem erfolgreichen Start in der ersten Provinz entschied die Regierung, die Datenbank in allen übrigen Provinzen des Landes sowie auf Bundesebene einzuführen.
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Eine von der Schweiz mitfinanzierte Impakt-Evaluation belegt die positive Wirkung eines Schweizer Projekts auf das Gesundheitssystem in Burkina Faso.  
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Bei 80% ländlicher Bevölkerung ist eine flächendeckende Gesundheitsversorgung eine Herausforderung. Noch im Jahr 2013 starb in Burkina Faso jedes achte Kind aufgrund von Fehldiagnosen oder falscher Medikation.  
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Das Projekt Integrated e-Diagnosis Approach (IeDA) hilft dem Gesundheitspersonal, Richtlinien strikter einzuhalten. Herzstück des Projekts ist eine App für Tablet-Computer, die der Diagnostik und Behandlung dient und die Patientendaten von Kleinkindern registriert.  
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Von 2014 bis 2017 wurde parallel zur Implementierung des Projekts in acht Regionen des Landes eine Impakt-Evaluation durchgeführt. Während drei Jahren wurden in den Gesundheitszentren, die mit dem neuen Programm arbeiten, Daten von 2038 Kleinkindern gesammelt. Bei einem Drittel der Fälle (Zielgruppe) wurde die neue Software eingesetzt, bei den übrigen (Kontrollgruppe) wurde die Diagnose mittels Papierfragebogen gestellt.
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Im Vergleich zur Kontrollgruppe wurden in der Zielgruppe die Richtlinien um 25% besser eingehalten. Der Anteil an korrekten Diagnosen wurde signifikant gesteigert. Besonders bei der Diagnose von infektiösem Durchfall fällt eine Steigerung um 39 Prozent auf.
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Das Programm weckte internationales Interesse und es gelang, neue Partner für die Finanzierung zu mobilisieren. Bis 2020 sollen 62 Prozent aller Gesundheitszentren des Landes mit der App arbeiten und über 3 Millionen Patienten registriert sein.  
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Die Weltgesundheitsorganisation WHO arbeitet an einer Ausweitung des Projekts in die Nachbarstaaten Mali und Niger.


Weitere Informationen 

Webseite: Terre des hommes
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Die Konflikte, die in den 1990er Jahren in der Region der Grossen Seen (Burundi, Ruanda, Demokratische Republik Kongo) ausbrachen, schwächten die Bevölkerung und das soziale Gefüge. Vergewaltigung wurde systematisch als Kriegswaffe eingesetzt. Obwohl die Feindseligkeiten offiziell beendet sind, bleibt sexuelle und geschlechtsspezifische Gewalt weiterhin ein großes Problem. 
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Um die physischen und psychischen Folgen für die Opfer zu bewältigen, lancierte die Schweiz 2011 ein Programm zur psychosozialen Betreuung von Frauen, die Opfer von sexueller Gewalt geworden sind. Um ihre Wiedereingliederung zu erleichtern, arbeitet dieses Programm nicht nur mit den Opfern, sondern mit der Gemeinschaft als Ganzes zusammen. 
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Der Einbezug der Männer ist entscheidend. Um eine Verhaltensänderung herbeizuführen, wird der Schwerpunkt auf die Prävention gelegt. Dabei werden Männer und lokale Behörden für die Problematik der sexuellen und geschlechtsspezifischen Gewalt sensibilisiert.
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Heilungsworkshops ermöglichen es den Opfern, allmählich ihre psychische Gesundheit wiederzuerlangen und gesunde soziale Beziehungen aufzubauen. Die Workshops werden innerhalb der Gemeinschaften durchgeführt und bieten Raum für Austausch von Menschen, die Ähnliches durchgemacht und ähnliche Bedürfnisse haben. 
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"Im Workshop erinnerte ich mich an die Vergewaltigung, der ich zum Opfer gefallen war. Aber als ich mich mit den anderen austauschte, wurde mir klar, dass ich nicht das einzige Opfer war. Die Teilnahme an den Workshops vom Frauennetzwerk für Rechte und Frieden war ein wichtiger Schritt in meinem Heilungsprozess."

Worte einer Überlebenden aus Süd-Kivu in der Demokratischen Republik Kongo

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Der psychosoziale Ansatz verbindet medizinische, psychosoziale und rechtliche Aspekte. Dabei spielt die Wiedereingliederung der Opfer in die Gemeinschaft eine wichtige Rolle. Um sexuelle und geschlechtsspezifische Gewalt einzudämmen, ist es unerlässlich, die Arbeit mit den Gemeinden fortzusetzen und das Gesundheitssystem zu stärken. Ebenso wichtig ist es, dass die Regierungen ihr Engagement zur Bekämpfung der Straflosigkeit fortsetzen.  

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2019 haben in den drei Ländern in der Region der Grossen Seen 26’000 Menschen direkt von diesem Programm profitiert, 70% davon waren Frauen. Unter den 11’000 neuen Vergewaltigungsfällen erhielten über 600 Opfer Rechtshilfe, und 50 Urteile wurde zugunsten der Opfer gefällt.

Weitere Informationen

Webseite DEZA: Region der Grossen Seen
Webseite DEZA: Geschlechtergleichstellung
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Regierung, Institutionen und Einzelpersonen spielen eine entscheidende Rolle bei der Förderung der wirtschaftlichen Selbstbestimmung von Frauen. Nur eine wirksame Politik ermöglicht einen Strukturwandel und befähigt Frauen, sich nicht nur als Arbeitnehmerinnen, sondern auch als Unternehmerinnen auf dem Arbeitsmarkt zu behaupten.
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Die Schweiz wirkte deshalb bei einer Analyse der Lohnsituation im Südkaukasus mit, um die Lohnunterschiede zwischen Männern und Frauen besser zu verstehen.
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Mit Unterstützung der Schweiz hat Georgien ein System zum Schutz von jungen Müttern und schwangeren Frauen am Arbeitsplatz eingeführt. Neu müssen Unternehmen das Arbeitsumfeld ihrer Mitarbeiterinnen entsprechend anpassen und dürfen sie gewissen Risiken nicht mehr aussetzen. 
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In ländlichen Gemeinden trug die Schweiz auch zur Förderung von Frauen in der Wirtschaft und in Führungsfunktionen bei. Mit dem Projekt «Women's Economic Empowerment in the South Caucasus» (WEESC) werden rund 1200 Frauen beruflich unterstützt, damit sie einen höheren Beitrag an das Haushaltseinkommen leisten können.  
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In verschiedenen Gemeinden in Georgien und Armenien fördert die Schweiz die Beteiligung von Frauen an Entscheidungsprozessen. Dank der Mitwirkung von Frauen am öffentlichen Leben werden heute Probleme angesprochen, die bisher nicht thematisiert wurden, darunter der Zugang zu Trinkwasser und die Qualität der Strasseninfrastruktur, die für einen besseren Zugang zum Markt zentral ist. 
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Durch Kolumbiens Hauptstadt Bogotá führt seit 2019 eine Seilbahn, die als öffentliches Verkehrsmittel dient. Sie stimuliert auch das soziale und wirtschaftliche Leben.  

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Über fast dreieinhalb Kilometern verbindet die TransMiCable Ciudad Bolívar, eine einkommensschwache Gegend im Südwesten, mit einer Hauptverkehrs-Buslinie in San Cristóbal im Südosten Bogotás.  

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Die Seilbahn ermöglicht es mehr als einer halben Million Anwohnern, sich zeitsparend in ihrer Stadt zu bewegen. Sie verkürzt die Fahrt zu Arbeitsplätzen und öffentlichen Dienstleistungen im Zentrum um rund 80 Prozent auf noch gut 13 Minuten. In den ersten drei Betriebsmonaten beförderte die Seilbahn mehr als 1,8 Millionen Passagiere. 

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Die TransMiCable ersetzt rund 110 Busse und verringert nicht nur die Überlastung der städtischen Strassen, sondern auch den CO2-Ausstoss. 
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Die Seilbahn generiert neue soziale und wirtschaftliche Aktivitäten. Die Gemeinde revitalisierte öffentliche Räume rund um die vier Stationsgebäude. Entstanden sind neue Plätze, Gemeindezentren, Kinderspielplätze und viel Strassenkunst. Diese Entwicklungen beflügeln die lokale Wirtschaft und schaffen neue Arbeitsplätze. So sind neben den Stationen zahlreiche Betriebe wie Bäckereien, Souvenirshops, Restaurants und sogar ein Hotel entstanden. 

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Gebaut wurde die Seilbahn von der österreichisch-schweizerischen Doppelmayr-Gruppe im Rahmen eines Programms der Internationalen Finanz-Corporation (IFC).  

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In einem von der Schweiz finanzierten Teilprojekt hat die IFC die Behörden in Bogotá zu zwei Fragen beraten: Wie kann die Regierung städtische Infrastrukturbauten effizient verwalten und dabei internationale Umwelt- und Sozialstandards etablieren? Und wie lässt sich der Privatsektor motivieren, sich mehr an städtischen Infrastrukturprojekten zu beteiligen? Anschliessend gelang es, für solche Projekte rund 450 Millionen Dollar von privater Seite zu generieren. 

Weitere Informationen

Webseite SECO: Kolumbien
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Los Sitios ist ein dicht besiedeltes Viertel im Zentrum von Havanna mit hohen Raten von Armut, häuslicher Gewalt, Kriminalität, Prostitution und Ausgrenzung. Ein hoher Prozentsatz der Bevölkerung lebt mit HIV. Die Schweiz unterstützt das Projekt Quisicuaba, das auf die Wiedereingliederung von Risikogruppen in die Gesellschaft abzielt. Um Jugendkriminalität und -gewalt vorzubeugen, ist ein Teil des Projekts der Berufsausbildung gewidmet.
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Das Projekt beschäftigt sich mit Geschlechterstereotypen bei ehemaligen Gefangenen, die wegen häuslicher Gewalt verurteilt wurden und ausserhalb des familiären Umfelds leben. Ziel ist es, sie zu einem Umdenken und einem respektvolleren Verhalten gegenüber Frauen und Minderheiten zu bewegen.
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Dies geschieht im Rahmen von Workshops, die von Psychologen und Soziologen begleitet werden. Partizipative Methoden erlauben eine Auseinandersetzung mit männlichen Stereotypen.  
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Bei den Workshops geht es auch um Aufgaben im Haushalt. So bereiten die Teilnehmer in einer Gassenküche Mahlzeiten für die ärmsten Bewohnerinnen und Bewohner des Viertels vor.  
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Die in der Nachbarschaft gelegene Berufsschule wird von mehr als 100 Jugendlichen im Alter zwischen 13 und 17 Jahren besucht. Nahezu 90% von ihnen kommen aus benachteiligten Verhältnissen und haben keine Ausbildung. Die Schule heisst auch junge Frauen willkommen. Männliche und weibliche Studierende absolvieren die gleiche Ausbildung ohne Unterscheidung des Geschlechts. Die unterrichteten Berufe - Maurer, Koch, Schneider, Barbier - sind auf dem Arbeitsmarkt gefragt.
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Die Studierenden nehmen auch an Workshops über sexuelle Identität teil. Mobbing gegen homosexuellen Schülerinnen und Schülern wird nicht geduldet. Mädchen werden auf die Risiken von sexueller Belästigung und anderer Arten geschlechtsspezifischer Gewalt aufmerksam gemacht. Sicherer Sex und Teenagerschwangerschaften sind ebenfalls ein wiederkehrendes Thema.

«In diesen Workshops beschäftigen wir uns nicht nur mit verschiedenen Formen von Gewalt, sondern auch mit den Herausforderungen einer verantwortungsvollen Vaterschaft.»

Y. Rodríguez, Projektkoordinator
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Das Swiss Entrepreneurship-Programm stärkt lokale Netzwerke für Unternehmertum, die Start-ups unterstützen.
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Menschen mit innovativen Ideen und Tatendrang verfügen über enormes Potential, neue Unternehmen und Arbeitsplätze zu schaffen. In Entwicklungs- und Schwellenländern fehlt es ihnen aber oft an Wissen, Kapital und wichtigen Dienstleistungen.
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Das Swiss Entrepreneurship-Programm geht Partnerschaften mit privaten lokalen Anbietern von Dienstleistungen für Start-ups ein. Zudem stärkt es Netzwerke mit Mentoren und Investoren. Es wird in Serbien, Albanien, Bosnien-Herzegowina, Kosovo, Nordmazedonien, Peru und Vietnam umgesetzt. 2019 begann die zweite Phase des Programms. Neu will das Programm in den Ländern auch das regulatorische Geschäftsumfeld beeinflussen, um die Rahmenbedingungen für Unternehmen zu verbessern. 
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In Zürich fand 2019 zum zweiten Mal die «Women Entrepreneurs Week» statt. Dabei vernetzten sich 20 Unternehmens-Gründerinnen aus sieben Ländern untereinander, mit Vertreterinnen der Schweizer Startup-Szene sowie mit internationalen Mentorinnen. Sie arbeiteten daran, wie sie ihre Geschäfte erfolgreich 
positionieren und digital vermarkten können.
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Dabei begegneten sich auch die peruanischen Unternehmerinnen Claudia Quintanilla und Amparo Nalvarte. Beide sind in der Finanztechnologie tätig. Claudia hat das Unternehmen «Rextie» gegründet. Damit lassen sich digital und in Realzeit Dollar zu einem fairen Wechselkurs in die einheimische Währung wechseln. Claudia sucht Investoren, damit sie ihr Unternehmen weiterentwickeln kann. Sie will es optimal an den peruanischen Kontext anpassen und etwa auch digitale Unterschriften ermöglichen.  
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Claudia und die Mentorin Amparo erarbeiteten eine Wachstumsstrategie für Rextie. «Ich war so beeindruckt von der Hingabe, Ausdauer und Überzeugung von Claudia, dass ich beschloss, selber 50'000 US-Dollar in ihr Unternehmen zu investieren», sagt Amparo.

Webseite (en): Women Entrepreneurs Week 2019
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