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deza-seco-jahresbericht-2018-de

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«Der Menschheit ging es insgesamt noch nie so gut wie heute. Menschen leben besser, länger, gesünder und sicherer als je zuvor. Rund eine Milliarde in Entwicklungs- und Schwellenländern entkam in den letzten Jahrzehnten der Armut. Aber es gibt auch Rückschläge und gegenläufige Entwicklungen. 700 Millionen Menschen leben immer noch in extremer Armut. 70 Millionen sind auf der Flucht. Hunderte Millionen Kinder in Subsahara-Afrika werden in den nächsten Jahren zusätzliche Jobs benötigen. Perspektivenmangel, Klimawandel und Wasserknappheit drohen unabsehbare Migrationsströme auszulösen.»

Marie-Gabrielle Ineichen-Fleisch
SECO-Direktorin




 

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«Die Internationale Zusammenarbeit der Schweiz bleibt wichtig. Sie lindert Not und Armut, trägt zur Entwicklung von Menschen und Volkswirtschaften bei, fördert den Frieden und hilft, globale Herausforderungen wie die Folgen des Klimawandels zu meistern. 2018zeigte der Halbzeitbericht über die Botschaft zur internationalen Zusammenarbeit 2017–2020, dass die Schweiz auf Kurs ist: 85 Prozent der evaluierten Projekte sind erfolgreich.»

Manuel Sager
DEZA-Direktor





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Globale Herausforderungen wie Klimawandel, Mangelernährung, Wasserknappheit, irreguläre Migration sowie Gesundheitskrisen beeinträchtigen die nachhaltige Entwicklung in Ländern mittleren und niedrigen Einkommens zunehmend. Als neutrale Vermittlerin mit anerkannter Expertise setzt sich die Schweiz auf multilateraler Ebene für das Entwickeln effektiver Lösungen ein.

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Der Schutz und die Unterstützung von Opfern humanitärer Krisen und Katastrophen ist eine Priorität der internationalen Zusammenarbeit der Schweiz. Ihr Engagement konzentriert sich  dabei insbesondere auf fragile Kontexte.

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Die internationale Zusammenarbeit der Schweiz setzt sich für die Verbesserung der Lebensbedingungen von Männern und Frauen ein, die in armen und prekären Verhältnissen leben. Ein Leben in Würde setzt einen gesicherten Zugang zu wichtigen Ressourcen und Dienstleistungen voraus.

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Die Schweiz will ihren Partnerländern ein nachhaltiges und inklusives Wirtschaftswachstum ermöglichen. Alle Bevölkerungsgruppen sollen teilhaben und der Wohlstand künftiger Generationen soll nicht beeinträchtigt werden. Der Schlüssel dazu sind mehr und bessere Arbeitsplätze und günstige wirtschaftliche Rahmenbedingungen. Ein nachhaltiges Wachstum gibt den Menschen neue Chancen und Perspektiven und senkt globale Risiken.

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Die Schweiz schaut auf eine lange demokratische Tradition zurück. Gerade wegen ihrer Erfahrung unterstützt die Schweiz andere Länder in der Entwicklung der Rechtsstaatlichkeit, im Aufbau von demokratischen Strukturen und in der Stärkung von Institutionen. Dies geschieht sowohl auf nationaler als auch auf lokaler Ebene. Entstehen sollen friedliche und stabile Gesellschaften in den Partnerländern.

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Im Rahmen ihrer internationalen Zusammenarbeit engagiert sich die Schweiz für die Achtung, den Schutz, die Förderung und die Weiterentwicklung der Menschenrechte. Sie baut in verschiedenen Partnerländern einen politischen Dialog auf und ist in mehreren multinationalen Institutionen aktiv.

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Die Ungleichheit der Geschlechter ist eines der grössten Hindernisse für nachhaltige Entwicklung, ökonomisches Wachstum und Armutsreduktion. Die Schweiz setzt sich dafür ein, dass Frauen und Männer gleichberechtigt ihr Potenzial entfalten und ihre Ressourcen sinnvoll einsetzen können.

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Armut und Migration gehören zu den grossen globalen Herausforderungen. Menschen wandern aus vielfältigen Gründen aus. Einige verlassen ihr Land wegen Gewalt und Konflikten. Andere verfolgen bessere Arbeitsperspektiven. Ein würdiger Arbeitsplatz ist das wohl wirksamste Mittel gegen Armut. Mehr und bessere Jobs sind der Schlüssel zu einer wirtschaftlichen Entwicklung, die möglichst viele einbezieht und den Migrationsdruck senkt.

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Die Schweiz strebt mit ihrer Arbeit gute Resultate und eine hohe Wirksamkeit an. Mit verschiedenen Formen von Berichten informiert sie die Öffentlichkeit darüber, welche Resultate durch ihre Programme, Projekte und Strategien erreicht wurden und inwiefern sich die Lebenssituation der begünstigten Bevölkerung verbessert hat.

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Die von DEZA und SECO durchgeführten Aktivitäten der internationalen Zusammenarbeit bilden den wesentlichen Teil der öffentlichen Entwicklungshilfe (APD) der Schweiz. Die APD schliesst auch Beiträge anderer Bundesämter sowie Unterstützungsleistungen der Kantone und Gemeinden mit ein.

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Die humanitäre Hilfe der DEZA besteht vor allem darin, Hilfe vor Ort zu leisten und das Bewusstsein in Bezug auf die Einhaltung des Völkerrechts zu fördern. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf dem Schutz der am stärksten betroffenen Zivilbevölkerung.

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Im Blickfeld der wirtschafts- und handelspolitischen Massnahmen des SECO stehen vier Wirkungsziele: Wirksame Institutionen und Dienstleistungen, Mehr und bessere Arbeitsplätze, Gestärkter Handel und höhere Wettbewerbsfähigkeit, Emissionsarme und klimaresiliente Wirtschaft. Alle tragen zu einem nachhaltigen und inklusiven Wachstum bei.

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Mit ihrer Entwicklungszusammenarbeit unterstützt die DEZA über 500 Programme und Projekte und konzentriert sich dabei auf zehn Themen. Die Prioritäten dieser Programme werden auf die Bedürfnisse der 21 Partnerländer und -regionen im Süden abgestimmt.

Die Themen Gleichstellung von Frau und Mann und gute Regierungsführung werden sowohl als Querschnitts- als auch als sektorspezifische Themen behandelt.

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Damit die Mittel zugunsten der Ostzusammenarbeit so effektiv wie möglich eingesetzt werden, fokussiert die Schweiz ihre Aktivitäten auf gewisse Themen. Kriterien bei der Schwerpunktsetzung sind die Bedürfnisse der Länder, ihr Potenzial und die Schweizer Expertise in den verschiedenen Themen. Und letztlich spielen auch politische Interessen eine Rolle.

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Europa, Nordafrika und Naher Osten

Subsahara-Afrika

Asien

Lateinamerika

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Die Transitionszusammenarbeit der Schweiz zielt darauf ab, die Länder des Westbalkans sowie der ehemaligen Sowjetunion auf ihrem Weg zu Demokratie und sozialer Marktwirtschaft zu begleiten. Damit leistet die Schweiz einen Beitrag an die politische Stabilität und hilft die Zukunftsperspektiven der Bevölkerung zu verbessern.

In Nordafrika sind die Projekte auf Demokratie und Menschenrechte, nachhaltige und inklusive wirtschaftliche Entwicklung und Erwerbstätigkeit sowie Migrations- und Schutzfragen ausgerichtet.

Im Mittleren Osten setzt sich die DEZA für den Schutz und die Grundversorgung von Flüchtlingen und Bedürftigen sowie für ein nachhaltiges Wassermanagement ein.

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Mehr als ein Drittel ihrer Mittel setzt die internationale Zusammenarbeit der Schweiz in Subsahara-Afrika ein.

Der Schwerpunkt der Entwicklungszusammenarbeit liegt darauf, benachteiligten Bevölkerungsgruppen Zugang zu Grundversorgung (Gesundheit, Bildung), Infrastruktur (Wasser), Beschäftigung und Einkommen zu schaffen und ein nachhaltiges Wachstum zu fördern.

Viele Regionen in Subsahara-Afrika sind geprägt von chronischen Krisen, in welchen die betroffene Bevölkerung wiederholt oder langfristig auf humanitäre Hilfe angewiesen ist. In diesen Kontexten ist die humanitäre Hilfe in gemeinsame Strategien mit anderen Partnern der internationalen Zusammenarbeit eingebunden.

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Mit der Transitionszusammenarbeit zu Gunsten Ländern Zentralasiens unterstützt die Schweiz die regionale und nationale Wasserbewirtschaftung, die Entwicklung des Privatsektors und sie begleitet Reformen des öffentlichen Sektors sowie des Gesundheitssystems.

Die internationale Zusammenarbeit der Schweiz in Ost- und Südasien konzentriert sich auf Länder und Regionen, welche nach wie vor hohe Anteile an multidimensionaler Armut aufweisen, dies beispielsweise in Bezug auf Einkommen, mangelnde Sicherheit, beschränkten Zugang zur Grundversorgung, chronische Mangelernährung, Gefährdung durch ökologische und wirtschaftliche Schocks sowie soziale und ethnische Diskriminierung grosser Bevölkerungsgruppen.

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Die Programme der DEZA in Lateinamerika decken die Bereiche lokale Gouvernanz und Dezentralisierung, Schaffung von Arbeitsplätzen und Einkommen, Klimawandel sowie Wasser ab. In fragilen Kontexten (Honduras, Haïti) liegen die Schwerpunkte auf der Gewaltprävention, Förderung der Menschenrechte und Stärkung des Staates.

In Peru unterstützt das SECO vor allem den Aufbau von wirtschaftlichen Institutionen, einen wettbewerbsfähigen Privatsektor und den Zugang zu öffentlichen Dienstleistungen. In Kolumbien, wo gewisse Landesteile nach wie vor stark von der Präsenz bewaffneter Gruppen und organisierter Kriminalität geprägt sind, schafft das SECO wirtschaftliche Perspektiven und leistet dadurch einen Beitrag zu anhaltendem Frieden.

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Mit dem Ziel die vom Parlament festgelegte Vorgabe einer APD (öffentliche Entwicklungshilfe) von 0,5% des Bruttonationaleinkommens (BNE) zu erreichen, sind die der DEZA zugewiesenen Mittel bis 2015 stetig gewachsen.

Ab 2016 haben sich die vom Bundesrat beschlossenen und vom Parlament verabschiedeten Sparmassnahmen (Stabilisierungsprogramm und Schuldenbremse) stark auf die Kredite der internationalen Zusammenarbeit ausgewirkt.

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Die an das SECO gewährten Mittel haben sich mit dem Ziel einer APD/BNE Quote von 0,5% bis 2015 schrittweise erhöht. Ab 2016 nahmen die Mittel infolge der Sparmassnahmen des Bundes allmählich ab, was sich proportional besonders stark auf die Kredite der internationalen Zusammenarbeit auswirkte.

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Die DEZA konzentriert ihre Aktivitäten vorwiegend auf die einkommensschwächsten Länder. 2018 wurde die Hälfte der bilateralen Ausgaben in Afrika und dem Mittleren Osten eingesetzt. Ein Viertel ging nach Süd- und Ostasien und ein weiterer Viertel wurde für Lateinamerika und die Transitionszusammenarbeit in Europa und Zentralasien aufgewendet.

Das SECO ist insbesondere in Ländern mit mittlerem Einkommen tätig. Die Transitionszusammenarbeit in den Ländern des Ostens macht mehr als ein Drittel der Ausgaben im 2018 aus. Süd- und Ostasien, Subsahara-Afrika und Lateinamerika bilden zu fast gleichen Teilen die anderen Hauptempfängerregionen.

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Im Jahr 2018 beliefen sich die Nettoleistungen sämtlicher Mitgliedsländer des Entwicklungshilfeausschusses (Development Assistance Committee, DAC) für die öffentliche Entwicklungshilfe (Aide publique au développement, APD) auf 153 Milliarden USD. Mit einem Anteil von 0,44% am BNE liegt die APD der Schweiz unter dem Durchschnitt der EU-Länder (0,47%). Jedoch behält sie ihren 8. Platz im internationalen Vergleich der APD/BNE-Quoten aller DAC-Mitglieder bei.

Bezüglich ihres absoluten Finanzvolumens sind die USA, Deutschland, Grossbritannien, Japan und Frankreich die Geberländer mit den grössten Zuwendungen. Die Schweiz fällt in diesem Klassement um einen Rang auf den 12. Platz zurück.

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Die von DEZA und SECO durchgeführte internationale Zusammenarbeit macht fast 80% der gesamten APD aus. Gewisse Kosten für die Aufnahme von Asylsuchenden in der Schweiz sind ebenfalls an die APD anrechenbar: ihr Anteil schwankt je nach Jahr zwischen 8% bis 21%. Die restliche APD beinhaltet Beiträge anderer Bundesämter, einschliesslich bilaterale Entschuldungsmassnahmen in den Jahren 2005 und 2009 sowie Beiträge der Kantone und Gemeinden.

Das Wachstum der für die internationale Zusammenarbeit bestimmten Mittel bis zum Jahr 2015 ermöglichte es, das vom Parlament beschlossene Ziel einer APD/BNE-Quote von 0,5% zu erreichen. Seit 2017 nimmt die APD aufgrund sinkender Asylkosten und in Folge von Sparmassnahmen bei den Krediten für die internationale Zusammenarbeit ab. Die aktuelle APD/BNE-Quote ist auf 0,44% gesunken.

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Die multilaterale APD umfasst die allgemeinen Beiträge der DEZA sowie Beiträge anderer Bundesämter an internationale Entwicklungsinstitutionen. Die internationalen Finanzierungsinstitutionen (IFI), darunter die Internationale Entwicklungsorganisation (IDA), sind die Hauptbegünstigten der multilateralen APD, gefolgt von den Organisationen der Vereinten Nationen und anderen internationalen Organisationen.

In den letzten 15 Jahren ist der Anteil der multilateralen APD mit durchschnittlich 23% (zwischen 20% und 25%) relativ stabil geblieben.

Die Beiträge an internationale Nichtregierungsorganisationen, einschliesslich Internationales Komitee vom Roten Kreuz (IKRK), zählen zur bilateralen APD.

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Weltweit ist der Bau- und Gebäudesektor für fast 40% des Ausstosses von Kohlendioxid (CO2) verantwortlich. CO2 wird einerseits bei der Herstellung von Baumaterialien, insbesondere bei der Produktion von Zement, ausgestossen. Andererseits benötigt das Heizen undKühlen von Gebäuden extrem viel Energie. Die weltweit zunehmenden CO2-Mengen tragen massgeblich zum Klimawandel bei.  

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Am meisten wird der globale Energiebedarf in den nächsten Jahren in Indien steigen. Dies schätzt die internationale Energieagentur (IEA). Indien befindet sich in einem rasanten Prozess der Verstädterung. Bis 2030 sollen gemäss Schätzungen 700 – 900 Millionen Quadratmeter neu überbaut werden. Das entspricht der Fläche des Kantons Schwyz.

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2018 erliess Indien seinen ersten landesweiten Standard für energieeffiziente Wohngebäude. Der Standard wurde auf Wunsch der indischen Regierung in Zusammenarbeit mit der Schweiz erarbeitet. Mittlerweile unterstützt die Schweiz verschiedene indische Bundesstaaten und Gemeinden bei dessen praktischer Anwendung.

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Der Standard gibt einfache Regeln für den Bau von Gebäuden vor:
  
- In heissen Klimazonen wird die Aufwärmung der Gebäude durch die Sonne verringert.
- In kühlen Klimazonen wird der Wärmeverlust durch die Gebäudehülle reduziert.
- Natürliche Belüftung reduziert den Kühlungsbedarf.
- Verbesserte Nutzung von Tageslicht spart Energie. 

Dank diesen Massnahmen wird ein angenehmes Raumklima ohne zusätzliches Kühlen oder Heizen erzielt.

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In heissen Ländern wie in Indien kann der Zugang zu kühlen Gebäuden Leben retten, da extreme Schwankungen der Lufttemperatur direkt zu Herz- und Atemwegserkrankungen führen können. Energieeffiziente Gebäude verbessen zudem Bildung und Leistungsfähigkeit ihrer Nutzerinnen und Nutzer, denn in kühlen Räumen lässt es sich besser arbeiten und lernen. Das trifft insbesondere auf Indiens zahlreiche einkommensschwache Haushalte zu,welche sich keine Klimaanlagen leisten können.

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Der Klimawandel ist eine globaleHerausforderung mit Konsequenzen für die gesamte Menschheit. Indien ist der drittgrösste Emittent von Treibhausgasen. Aufgrund der intensiven Bautätigkeit wird dieser Anteil noch ansteigen. Die Schweiz setzt mit ihrer Arbeit spezifisch dort an, wo ihre Wirkung bei der Reduktion von Treibhausgas- Emissionen am grössten ist.  Eine Reduktion der Treibhausgase in Indien und somit eine Verlangsamung des Klimawandels kommt allen zugute, auch der Schweiz. 

Webseite (en): Indo-Swiss Building Energy Efficiency Projekt (BEEP)  
Facebook-Kanal Schweiz für die Agenda 2030 meldet: «Better buildings - less pollution» (en) 

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Die Gleichstellung von Frauen und Männern ist in den Ländern des Westbalkans nach wie vor nicht erreicht. So auch nicht in Nordmazedonien. Das Projekt «Gender responsive policies and budgets» soll einen Beitrag dazu leisten.

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In Nordmazedonien geht nur etwa ein Drittel aller Frauen einer Erwerbstätigkeitnach. Damit liegt das Land deutlich unter dem EU-Durchschnitt von 64.3%. Der EU-Beitritt ist das erklärte Ziel des Balkan-Landes. Deshalb ist es wichtig, dass in diesem Bereich Fortschritte gemacht werden.

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Auch als Entscheidungsträgerinnen sind Frauen klar untervertreten: Nur in 6 Gemeinden regiert eine Bürgermeisterin und der Anteil von Ministerinnen liegtbei gerade mal 16%. Folglich sind Frauen überdurchschnittlich oft von Armut betroffen und vom sozialen Leben ausgeschlossen.

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In einer ersten Phase konzentrierte sich das Projekt auf den Gesetzesrahmen und die Umsetzung auf Gemeindeebene. In der laufenden zweiten Phase soll vor allem die Zentralregierung in die Pflicht genommen werden. Die Haltung der aktuellen Regierung ist dabei sehr förderlich. Diese ist seit 2017 an der Macht und bekennt sich zu ihrem Reformwillen.

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Der frische Wind, der seither durch Nordmazedonien weht, lässt sich nicht nur am neuen Namen des Landes festmachen. Die Regierung setzt sich merklich dafür ein, eine gendergerechte Planung und Budgetierung im System zu verankern. Dies geschieht unter anderem  durch Reformen des öffentlichen Finanzmanagements.

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Erste Erfolge lassen sich bereits auf höchster Stufe verzeichnen. Alle 14 zuständigen Ministerien sowie mehrere staatliche Institutionen haben für das laufende Finanzjahr gleichstellungs relevante Budgetpositionen erarbeitet. Auf lokaler Ebene wurde viel in die Kompetenzen der Gemeinden investiert. Damit können sie ihre Planung und Budgetierung auf die Bedürfnisse und Prioritäten von Frauen und Männern ausrichten.

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Gleichzeitig werden Frauen gemeinsam mit lokalen Nichtregierungsorganisationen geschult. Dadurch können sie Gemeindebudgets kritisch prüfen und Verbesserungsvorschläge sowie Petitionen einreichen.

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Die Schweiz unterstützt Nordmazedonien damit in seinen Bestrebungen, seine internationalen Verpflichtungen und nationalen Strategien zur Gleichstellung der Geschlechter nachhaltig umzusetzen.Die Geschlechtergleichstellung ist eine wichtige Voraussetzung für den angestrebten EU-Beitritt, der dem kleinen Land im Westbalkan Stabilität, Frieden und wirtschaftliche Perspektiven eröffnen soll.

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Die Schweiz engagiert sich in der «Small Business Initiative» der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD).

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Bundesrat Johann N. Schneider-Ammann reiste 2018 nach Zentralasien, um die Kontakte zu den Mitgliedsländern der Schweizer Stimmrechtsgruppe in den internationalen Finanzinstitutionen zu pflegen.

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Dabei besuchte Schneider-Ammann Projekte der Schweizer Entwicklungszusammenarbeit, so die Firma EFTAR in Kirgisistan. Dieses 2015 gegründete Unternehmen züchtet Regenbogenforellen.

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EFTAR produzierte 2018 rund 260 Tonnen Forellen auf ökologische Art. Diese Menge soll mittelfristig auf jährlich rund 1000 Tonnen ausgebaut werden. Die Produktepalette von EFTAR umfasst frischen, gefrorenen, geräucherten und gesalzenen Fisch sowie Kaviar. In den nächsten zwei Jahren will EFTAR neben den einheimischen Märkten auch jene der Eurasischen Wirtschaftsunion und der Europäischen Union beliefern.

Video (en): Fischzucht EFTAR

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EFTAR profitiert von der «Small Business Initiative» der EBRD. Diese unterstützt KMU dabei, Zugang zu Finanz- und Beratungsdienstleistungen zu erhalten und ihr Geschäftsumfeld zu verbessern. Die KMU tragen so zu Wirtschaftswachstum bei und schaffen Arbeitsplätze.

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Die EBRD unterstützt die Entwicklung des Privatsektors in den ehemaligen Ostblockländern und seit 2012 auch im südlichen und östlichen Mittelmeerraum.

Die Schweiz ist aktives Mitglied in den Leitungsgremien und führt zusammen mit der Bank auch Entwicklungsprojekte durch. Dank der direkten Vertretung im Verwaltungsrat kann die Schweiz die institutionellen und strategischen Entscheide der EBRD mitbestimmen.

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Bis 2025 sollen mindestens 80% der in die Schweiz importierten kakaohaltigen Produkte nachhaltig angebaut werden. Langfristig soll sogar der gesamte Import von kakaohaltigen Produkten aus nachhaltigen Quellen stammen.

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Dieses Ziel verfolgt der Verein «Schweizer Plattform für Nachhaltigen Kakao». Dazu schlossen sich 2018 41 Akteure der Schweizer Kakaobranche zusammen. Der Verein will die Kräfte von Schweizer Firmen, der Zivilgesellschaft und des Bundes bündeln. Die Schweiz unterstützt den Verein als innovatives Partnerschaftsprojekt mit dem Privatsektor.

Video (en): Swiss Platform for Sustainable Cocoa

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Der Verein setzt sich für gemeinsame Ziele bei der Kakaoproduktion ein und führt mit den beteiligten Akteuren einen Dialog. Er entwickelt innovative Lösungen für die sozialen und ökologischen Probleme in der Kakaowertschöpfungskette.

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Nachhaltigkeit in der gesamten Kakao-Wertschöpfungskette wird dabei grossgeschrieben: Der Anbau von Kakaopflanzen, der Handel mit den Bohnen, die Verarbeitung zu Produkten und der Verkauf sollen sich in den Ursprungsländern sozial, ökologisch und wirtschaftlich positiv auswirken.

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Der Anbau von Kakaobohnen bildet die Lebensgrundlage von gut 6 Millionen Kakaobauern und Kakaobäuerinnen weltweit. Sie produzieren rund 4 Millionen Tonnen, die zu Schokolade oder  anderen Genussmitteln verarbeitet werden. Davon wird rund 3% zu Schweizer Schokolade verarbeitet.

Webseite: Schweizer Plattform für nachhaltigen Kakao

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Würden Frauen in gleichem Masse wie Männer an der Wirtschaft teilhaben, würde das weltweite Bruttoinlandprodukt jährlich um 28’000 Milliarden US-Dollar oder 26% steigen (McKinsey 2015).

«Wenn wir Frauen ausschliessen, bezahlen wir alle dafür. Wenn wir Frauen einbeziehen, gewinnt die Welt.»

António Guterres
UNO-Generalsekretär

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Das Potenzial der Frauen, die die Hälfte der Weltbevölkerung ausmachen, liegt teilweise brach, und das Gefälle zwischen Frauen und Männern bleibt bestehen:
- Mehr als 700 Millionen Frauen sind vom Arbeitsmarkt ausgeschlossen
- Frauen erhalten für ähnliche Arbeiten 24% weniger Lohn als Männer-  Frauen leisten dreimal mehr unbezahlte Arbeit als Männer 

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Wirtschaftliche Integration und Stärkung der Frauen sind Prioritäten der Schweiz im Bereich der Gleichstellung von Frauen und Männern. Die Schweiz engagiert sich in ihren Partnerländern in Afrika, Asien und Lateinamerika für einen besseren Zugang von Frauen zu natürlichen Ressourcen (Wasser, Boden), Finanzdienstleistungen (Kredite, Ersparnisse, Versicherungen), Märkten und Bildung.   

«1 Milliarde Frauen haben kein Bankkonto. Der Abbau des Gendergaps beim Zugang zu Produkten im Privatkundengeschäft könnte jährlich Zusatzeinkommen von mindestens 50 Milliarden US-Dollar generieren.»

Mary Ellen Iskenderian
Präsidentin und CEO von Women’s World Banking

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In Nepal unterstützt die Schweiz die Ausbildung von Frauen und Männern im Bausektor. Dank einem Kinderhütedienst nahm der Anteil der Frauen dabei um 30% zu. Letztes Jahr profitierten mehr als 2500 Frauen von einer Ausbildung in den Bereichen Bau und Holzbau.

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Im Norden Mosambiks bleibt der Vertrieb landwirtschaftlicher Produkte und der Zugang zum Markt in Männerhand, obwohl hauptsächlich Frauen in der Landwirtschaft arbeiten. Dank Unterstützung der Schweiz konnten von Frauen geführte Haushalte ihre Subsistenzlandwirtschaft ausbauen und dank der Verarbeitung und Vermarktung ihrer Produkte Einkommen generieren.  

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In Afrika schloss sich die Schweiz mit anderen Gebern zusammen, um die Nutzung energieeffizienter Kochstellen zu fördern. Diese Initiative entlastet Frauen von Aufgaben wie dem Holzsammeln, für das sie in den vergangenen Jahren 370 Millionen unbezahlte Arbeitsstunden aufwendet haben. Sie haben dafür mehr Zeit für das Bestellen der Felder oder den Verkauf von Gemüse auf dem Markt und können so ihre Einkommen erhöhen.

DEZA-Webseite: Gleichstellung von Frau und Mann

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Wird die Digitalisierung menschliche Arbeit überflüssig machen? GehenArbeitsstellen verloren, ohne je ersetzt zu werden?

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2018 präsentierten die Schweiz und die Weltbank den Welt-Entwicklungsbericht 2019. Dieser untersucht, wie neue Technologien Arbeitsstellen beeinflussen, insbesondere in Entwicklungsländern.

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Der Bericht kommt zum Schluss, dass Roboter insbesondere repetitive Arbeiten in Industrieländern gefährden. Grundsätzlich werde die Zahl der von Menschen ausgeführten Jobs im Vergleich zu den von Robotern erledigten Arbeiten stabil bleiben. Der Mensch bleibt der entscheidende Faktor, prognostiziert die Weltbank.

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Höhere Produktivität kann sich in Entwicklungsländern noch vorteilhafter auf den Wohlstand auswirken als in Industrieländern. Sie kann sogar zusätzliche Jobs generieren, etwa im Tourismusbereich. Allerdings braucht es Zeit, bis sich die Früchte gesteigerter Produktivität zeigen.

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Entscheidend für die Entwicklung der Wirtschaft ist die Bildung der Bürgerinnen und Bürger. Der Welt-Entwicklungsbericht empfiehlt Regierungen weltweit, frühzeitig und über die gesamte Lebensspanne in die Entwicklung von Menschen zu investieren.

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Darum sind Berufsbildungsprogramme für die Entwicklungszusammenarbeit der Schweiz ein zentraler Faktor.

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Um in menschliche Entwicklung investieren zu können, empfiehlt die Weltbank Regierungen, ihre Steuersysteme zu verbessern und damit zusätzliche Einkommen zu erschliessen. Dies ist ein weiterer Schwerpunkt der Schweizer Entwicklungszusammenarbeit.

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Die Weltbankgruppe ist eine der bedeutendsten Institutionen für Finanzierung und Wissensvermittlung in Entwicklungsländern. Die Schweiz stellt einen Exekutivdirektor im Verwaltungsrat der Weltbank.

SECO-Webseite: Weltbank fordert Investitionen in Bildung und Gesundheit

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«Ich setze ich mich für den Zugang zu sauberem Trinkwasser für Bedürftige ein»

Mohamad Fakhreddine
Mitgründer des libanesischen Start-ups Clean2O

Seine Firma hat einen ausgeklügelten und günstigen Wasserfilter entwickelt, um verschmutztes Wasser in libanesischen Flüchtlingslagern trinkbar zu machen.

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Mohamad Fakhreddine hat seine Geschäftsidee mit Hilfe der Schweizer Organisation cewas entwickelt. Cewas Middle East ist das weltweit erste Start-Up-Programm der Schweiz, welches sich spezifisch an Firmengründerinnen und Firmengründer aus dem Wasser- und Abwasserbereich im Nahen Osten richtet.

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Dass Start-ups einen positiven Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung eines Sektors oder gar Landes haben können, ist bekannt. Selbstständiges Unternehmertum schafft wichtige Perspektiven für die lokale Bevölkerung und bietet oft die einzige Möglichkeit zur Erwerbstätigkeit.

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Der Wassersektor birgt viele Herausforderungen. Öffentliche Institutionen in Ländern mit niedrigen und mittleren Einkommen können diese oft nicht allein lösen. Bringt man lokale Expertise sowie soziales und ökologisches Engagement mit unternehmerischem Denken zusammen, kann sich der Wassersektor positiv entwickeln.

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Soziales Unternehmertum im Wassersektor schafft nicht nur Verdienstmöglichkeiten für die Inhaberin oder den Inhaber des Start-ups. Die lokale Bevölkerung profitiert von einem verbesserten Zugang zu Trinkwasser und neuen Erwerbsmöglichkeiten. Dies fördert langfristig die Stabilität in der Region.

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2010 lancierte die Schweiz die Initiative «Blue Peace». Denn Länder, die ihre gemeinsamen Wasserressourcen auch gemeinsam bewirtschaften, führen nicht Krieg gegeneinander. Der Fokus von Blue Peace liegt speziell auf der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit im Wasserbereich. Die Schweiz schafft Räume für den Dialog zwischen Ländern oder auch zwischen lokalen Gemeinschaften und dem Privatsektor. Der Zugang zu Wasser wird mit gemeinsam ausgehandelten Lösungen langfristig für alle gesichert.

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Durch den Dialog auf der diplomatischen Ebene in Palästina, Libanon und Jordanien rücken das regionale Wirtschaftswachstum, die Integration von Märkten und der gemeinsame Bedarf nach innovativen und nachhaltigen Lösungen für den Wassersektor in den Fokus der Partnerländer. Der Wassersektor wird so zum Stabilitätsfaktor im Nahen Osten. 

PDF Global Brief : «Blue Peace: Ein Ideal wird zur internationalen Bewegung»
Webseite: CEWAS

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Mit dem «Global Textiles and Clothing Programme» (GTEX) stärkt die Schweiz die Exportfähigkeit von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in der Textil- und Kleiderbranche in Tunesien, Kirgisistan, Tadschikistan, Ägypten und Marokko.

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Für viele Entwicklungsländer ist die Textil- und Kleiderbranche ein Schlüssel, um Arbeitsplätze und Einkommen zu schaffen. Das GTEX-Programm unterstützt seine Partnerunternehmen dabei, gute Arbeitsbedingungen zu schaffen und soziale sowie ökologische Standards einzuhalten.

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«Ich bin von Issyk-Kul nach Bishkek gezogen, weil ich zuhause keinen Job finden konnte. Ich mag meine Arbeit hier in der von GTEX unterstützten Firma Barkhat. Ich werde gut bezahlt und konnte sogar meine Familie nachkommen lassen.»  

Nazgul
Näherin aus Kirgisistan

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«Dank der Teilnahme am GTEX-Programm hat sich sowohl die Produktivität unserer Firma wie auch die Qualität unserer Produkte verbessert. 2018 konnten wir 80% mehr nach Europa exportieren als 2015.» 

Fariza Sheisheyva
Unternehmerin aus Kirgisistan   

Sheisheyva ist Mitbesitzerin der kirgisischen Kunstgruppe SAMA. SAMA stellt vor allem Personen mit einem Handicap an und bietet ihnen eine Berufsausbildung. GTEX schult SAMA in der Produktentwicklung und im Marketing.

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Dank der Unterstützung von GTEX haben 2018 vier Kunsthandwerk-Unternehmen an der weltweit führenden Handelsmesse AMBIENTE inFrankfurt teilgenommen. Sie zeigten neue Kollektionen von sechs kirgisischen Produzenten. Die Unternehmen konnten 93 Geschäftskontakte knüpfen und erhielten bisher 12 bestätigte Bestellungen.

PDF (en): Factsheet GTEX

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In der Ostukraine sind wegen des seit 2015 anhaltenden Konflikts über 3,5 Millionen Menschen auf Hilfe angewiesen.  2 Millionen unter ihnen – beidseits der Kontaktlinie – haben keinen Zugang zu Trinkwasser, medizinischer Versorgung und anderen Grunddienstleistungen.

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Im Februar und im März 2018 besuchte ein Team des Schweizerischen Korps für humanitäre Hilfe die ostukrainischen Regionen Donetsk und Luhansk.

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Die Abklärungsmission ergab, dass die humanitären Bedürfnisse im Bereich Trinkwasser und medizinische Versorgung fortbestehen. Die Region Luhansk weist die höchste Zunahme an Tuberkulosefällen in Europa auf.

Video (en): Swiss Humanitarian Aid in Eastern Ukraine

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Um die Versorgung zu verbessern, organisierte die Humanitäre Hilfe der DEZA im Juni 2018 eine neue Reihe von Hilfstransporten. Dieser Einsatz – der Achte dieser Art seit 2015 – umfasste Hilfsgüter für die Bevölkerung beidseits der Kontaktlinie. Die Lastwagen transportierten 1600 Tonnen Chemikalien für die Wasseraufbereitung und medizinische Ausrüstung für fünf Spitäler.

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«Die Schweiz ist das einzige Land, das uns geholfen hat. Wir erhalten auch Unterstützung von NGO. Ohne die humanitäre Lieferung von Chemikalien und Reinigungsprodukten nimmt die Gefahr der Ausbreitung von Krankheiten wie Hepatitis, Cholera oder Ruhr zu. Bisher  konnten wir den Betrieb aufrechterhalten. Wir testen das Wasser alle zwei Stunden. Ich bin ziemlich stolz, dass bisher keine wasserbedingten Krankheiten gemeldet wurden, nicht einmal Durchfallerkrankungen. Unser Wasser ist für die lokale Bevölkerung nach wie vor ungefährlich.»

Valerii Selishchev
Leiter der Wasseraufbereitungsanlage von Voda Donbassa in der Region Donetsk

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Seit 2007 beteiligt sich die Schweiz mit 1,302 Milliarden CHF an Projekten zur Verringerung der wirtschaftlichen und sozialen Ungleichheiten in der erweiterten EU. Die Schweiz festigt damit die Grundlage für solide wirtschaftliche und politische Beziehungen zur EU und ihren Mitgliedstaaten. Gleichzeitig ist das Engagement der Schweiz auch Ausdruck von Solidarität.

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Alle Projekte des Erweiterungsbeitrags dauern von Ausschreibung bis Projektabschluss 10 Jahre. Die zehn 2004 der EU beigetretenen Staaten haben ihre Projekte 2017 erfolgreich abgeschlossen. In Bulgarien und Rumänien laufen die Projekte noch bis Ende 2019; in Kroatien, das der EU im Jahr 2013 beigetreten ist, enden diese 2024.

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Bei der Wirtschaftsförderung zielt die Schweiz mit verschiedenen Projekten auf eine Modernisierung der Berufsbildung, um die hohe Jugendarbeitslosigkeit zu reduzieren. In Bulgarien begannen bisher 1134 Auszubildende eine duale Berufsbildung nach Schweizerischem Vorbild. 76 Lehrkräfte wurden für die 12 neuen Lehrpläne geschult.

DEZA-Webseite: Resultate in Bulgarien

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Das Entschärfen von bisher 3585 Minen im kroatischen Wald von Kotar-Stari Gaj trägt zur öffentlichen Sicherheit bei und verbessert die Lebensqualität der Bevölkerung in der Region.

DEZA-Webseite: Resultate in Kroatien

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Verschiedene Projekte der Schweiz leisten einen Beitrag zur sozialen Sicherheit, indem die Situation von Roma und anderen ethnischen Minderheiten verbessert wird. In Bulgarien beispielsweise unterstützt die Schweiz gezielten Förder- und Sprachunterricht sowie ausserschulische Aktivitäten für rund 2000 Roma-Kinder.

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Im Umweltbereich tragen zahlreiche Projekte dazu bei, Treibhausgasemissionen zu reduzieren. In Rumänien beispielsweise unterstütztdie Schweiz vier ausgewählte Städte bei der nachhaltigen Gestaltung ihrerEnergieversorgung. So haben drei Städte  insgesamt rund 7500 neue, effiziente Strassenlampen installiert.

DEZA-Webseite: Resultate in Rumänien

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Nach einer Vernehmlassung mit weitgehend positiven Rückmeldungen hat der Bundesrat 2018 entschieden, die Botschaft zu einem zweiten Schweizer Beitrag an ausgewählte EU-Mitgliedstaaten gutzuheissen. Der Entscheid über die entsprechenden Rahmenkredite liegt nun beim Parlament.

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Seit August 2017 sind fast eine Million Rohingya vor der Gewalt im Bundesstaat Rakhine im Westen Myanmars in das benachbarte Bangladesch geflohen. Sie leben in überfüllten Lagern in der Region Cox’s Bazar im Südosten Bangladeschs. In Lagern, die doppelt so gross sind wie die Stadt Genf, reihen sich Zelte aneinander, soweit das Auge reicht.

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Der Zugang zu Trinkwasser und sanitären Einrichtungen stellt eine echte Herausforderung dar. Das Risiko von Unterernährung und die Gefahr einer Cholera-Epidemie sind gross. Expertinnen  und Experten des Schweizerischen Korps für humanitäre Hilfe (SKH) haben Brunnen gebohrt, Handpumpen installiert und zehn Wasserstellen in den Lagern saniert. Gleichzeitig finanziert die Schweiz die Installation von Wasserpumpen und Latrinen für die lokale Bevölkerung.

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Zudem hat die Schweiz ein Projekt mit den Gesundheitsbehörden Bangladeschs umgesetzt, das gleichzeitig die Gesundheitsversorgung der lokalen Bevölkerung und der Rohingya-Flüchtlinge verbessert. In einer ersten Phase stattete sie das Hauptspital von Cox’s Bazar mit Betten und Infusionsständern aus. Dadurch konnten die Patienten besser versorgt werden.

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Dank des humanitären Engagements der Schweiz, das sich 2018 auf 20 Millionen Franken belief, konnten die Flüchtlinge mit Trinkwasser und Nahrungsmitteln versorgt und ihr Zugang zu sanitären Anlagen und Gesundheitsversorgung sichergestellt werden. Ausserdem wurden Standorte für den Bau von Notunterkünften hergerichtet. SKH Expertinnen und Experten unterstützen die UNO-Organisationen vor Ort.

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Neben der Nothilfe leistet die Schweiz auch einen Beitrag an mittelfristige Entwicklungsaktivitäten zur Unterstützung der lokalen Bevölkerung. Ihre Lebensbedingungen haben sich seit Beginn der Krise verschlechtert, namentlich durch den starken Druck auf natürliche Ressourcen wie Wasser und Holz sowie die Zunahme der Abfallproduktion.

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Um das friedliche Zusammenleben zwischen der lokalen Bevölkerung und den Flüchtlingen zu fördern, unterstützt die Schweiz die lokalen Behörden bei der Wasserbewirtschaftung. Sie erstellt mit der lokalen Bevölkerung Jahrespläne und -budgets, um die Wasserversorgung und Abwasserentsorgung in der Region zu verbessern.

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Die Landwirtschaft ist in dieser Region ein zentraler Wirtschaftssektor. In Georgien zum Beispiel ist 46% der ländlichen Bevölkerung im Landwirtschaftssektor tätig. Das Alliances Caucasus Program (ALCP) zielt auf die Steigerung der Produktivität, um die Armut in den ländlichen Gebieten des Südkaukasus zu verringern.

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Mit Hilfe des Projekts erlangen die Produzenten in der Viehwirtschaft und der Honigproduktion einen sicheren Marktzugang. Grenzüberschreitender Handel soll das Einkommen der Produzenten zusätzlich verbessern. Der Rolle der Frauen in der Milchwirtschaft wird dabei besonders Rechnung getragen.

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Kleine und mittlere Verarbeitungsbetriebe, wie z.B. Käsereien, Anbieter landwirtschaftlicher Geräte und Futtermittel, Schlachthöfe, Wollexportbetriebe, etc. erhalten Ausbildung und Beratung sowie finanzielle Unterstützung für notwendige Investitionen und Diversifizierung ihrer Produkte. Damit schaffen sie Arbeitsplätze und garantieren den Bauern einen sicheren Absatz ihrer Produkte.

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Von 2008 bis 2018 haben rund 450‘000 Begünstigte insgesamt knapp 40 Millionen CHF Einkommen erwirtschaftet. Bauern erzielten total 29 Millionen CHF zusätzliches Einkommen. Gleichzeitig wurden 742 Vollzeitstellen (37% Frauen) in Verarbeitungs- und Dienstleistungsbetrieben geschaffen.

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Um Frauen gezielter in die formelle Wirtschaft einzubinden, hat ALCP 28 Women’s Rooms in den Gemeindebüros etabliert. Dort erhalten Frauen und Männer Information und Beratung, zum Beispiel um ein eigenes Projekt zu lancieren. 99 Projekte wurden bisher durch die Gemeindebudgets finanziert. Von 482 eingereichten Business Anträgen wurden 88 bereits finanziert.

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Die Schweiz setzt sich mit ALCP bei der Regierung dafür ein, dass die Laborkosten für Honigproduzenten gesenkt werden. Labortests mit einwandfreien Resultaten sind Voraussetzung für den Export. Die Interessenvertretung aller Honig-Produzenten des Landes soll durch die Gründung eines Dachverbands sichergestellt werden.

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Mit dem Projekt zielt die Schweiz auf eine verbesserte Wettbewerbsfähigkeit in der Landwirtschaft. Dies verringert die Abwanderung aus ländlichen Gebieten und trägt zur Stabilität Georgiens bei.

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Mehr als zwei Millionen bosnische Bürger leben im Ausland, davon etwa 60'000 in der Schweiz. Viele von ihnen möchten zur Entwicklung ihres Heimatlandes beitragen, mit finanzieller Unterstützung oder mit ihrem Wissen. Dieses Potential soll mit dem Projekt «Diaspora for Development» besser genutzt werden.

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Wertvolles Wissen von Bosniern kam bei der Gründung der Firma «Remus Innovation» zum Zug. Diese Firma wurde als Untergruppe von «Remus» in Sanski Most mithilfe der Schweiz aufgebaut. Sie beschäftigt heute 120 Angestellte.

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Für rund 1000 Frauen und Männer konnte seit Projektbeginn eine Anstellung gefunden werden, was ihnen ermöglicht, in ihrem Land zu bleiben.

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Im April 2018 wurde ein Hackathon in Mostar organisiert, an dem mehr als 30 junge Menschen teilnahmen. Sie entwickelten Software-Lösungen für lokale Unternehmen aus Landwirtschaft, Tourismus und Metallindustrie. Dabei bekamen sie Unterstützung durch Mentoren aus der Diaspora. Aus dem Hackathon entstanden 5 Startups im IT-Bereich.

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In der Gemeinde Posušje in der West-Herzegowina wurden 2018 22 Mittelschüler auf Initiative der lokalen Gemeinschaft und der bosnischen Diaspora an einer CNC-Maschine geschult. Diese state-of-the-art Werkzeugmaschine hatte einUnternehmer aus der Diaspora gekauft und zur Verfügung gestellt. Ziel ist es,junge Menschen praktisch auszubilden, um die Perspektiven und diewirtschaftliche Entwicklung in der Gemeinde zu fördern.

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Es ist wichtig, dass Bosnien und Herzegowina sich wirtschaftlich und politisch weiterentwickeln kann und junge Menschen berufliche Perspektiven erhalten, damit sie ihr Land nicht aus ökonomischen Gründen verlassen müssen. Eine nachhaltige Entwicklung in Bosnien und Herzegowina ist im Interesse der Schweiz, denn eine stabileSituation im Balkan sichert die Stabilität in Europa.

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Über 320 Tote, 2’000 Verwundete, 700 politische Gefangene und beinahe 40’000 Menschen auf der Flucht seit April 2018: Dies ist die Bilanz der Demonstrationen für mehr Demokratie und das Ende des autoritären Regimes in Nicaragua.

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Auslöser der Proteste, die sich in wenigen Tagen über das ganze Land ausbreiten, ist eine geplante Sozialversicherungsreform. In Managua gehen Hunderttausende Menschen auf die Strasse. Sie fordern mehr Demokratie und die Wiederherstellung der Meinungs- und Pressefreiheit. Die Regierung reagiert mit Repression.

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Vor diesem Hintergrund verstärkt die Schweiz ihr Engagement im Bereich der Menschenrechte. Sie unterstützt Initiativen, die begangene Menschenrechtsverletzungen dokumentieren, und führt gleichzeitig den Dialog mit der Regierung fort. Mit Unterstützung der UNO und der EU organisiert sie eine Ausstellung zum 70-jährigen Bestehen der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte: 30 nicaraguanische Kunstschaffende stellen auf ihren Bildern einen der 30 Artikel der Menschenrechtserklärung dar.

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Die Auswirkungen der gesellschaftspolitischen Krise im ärmsten Land Zentralamerikas sind katastrophal. Der Tourismus, das wirtschaftliche Rückgrat des Landes, bricht ein. Die extreme Armut, die in den letzten Jahren zurückgegangen war, nimmt wieder zu. Die Schweiz unterstützt Handwerker, Kleinunternehmen und Kleinbauernbetriebe, damit sie ihre Tätigkeiten fortsetzen und für sich und ihre Familien aufkommen können.

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Die Schweiz hilft auch KMU, die in Nicaragua einen wichtigen Teil des wirtschaftlichen Gefüges bilden. Sie trägt zur Erhaltung von Arbeitsplätzen und den notwendigen Einkommensmöglichkeiten der Bevölkerung bei.

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Um einer Nahrungsmittelkrise vorzubeugen, unterstützt die Schweiz Kleinbauernbetriebe beim Kauf von Saatgut. Die Ernährungssicherheit des Landes hängt vom Überleben der Kleinbauern und ihren Möglichkeiten ab, sich an den Klimawandel anzupassen – durch Diversifizierung der Nutzpflanzen und durch Qualitäts- und Ertragsverbesserungen.

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Seit Beginn der Krise sind über 40’000 Menschen aus dem Land geflüchtet, die meisten davon ins benachbarte Costa Rica. Angesichts des Ausmasses der Krise leistet die Schweiz Nothilfe in Form von Nahrungsmitteln für die betroffene Bevölkerung und setzt sich für den Schulbesuch von Flüchtlingskindern ein.

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«Ich will ein freies, demokratisches Nicaragua, wo die Menschen sagen können, was sie denken und wie sie das Land aus der Armut herausführen wollen.»

Marjorie Rivera
Verwaltungsassistentin DEZA (Nicaragua) 

DEZA-Webseite: Zentralamerika

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Die Schweiz engagiert sich in der «Extractive Industries Transparency Initiative» (EITI).

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Peru erschliesst riesige Kupfervorkommen, in Ghana werden bedeutende Mengen Erdöl gefördert, Indonesien baut in grossem Stil Mineralien ab. 

Viele Entwicklungsländer sind reich an mineralischen und fossilen Rohstoffen. Oft profitieren Ihre Bevölkerungen aber nicht ausreichend davon und die Länder schöpfen ihr Entwicklungspotential nicht aus.

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Um zu verhindern, dass Gelder unterschlagen oder an öffentlichen Haushalten vorbeigeleitet werden,  braucht es in erster Linie Transparenz: Wer ist an den rohstoffabbauenden Firmen beteiligt und wohin genau fliessen die Einnahmen aus Abbau und Handel?

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Die EITI hat einen freiwilligen Standard geschaffen, der betroffene Firmen und Staaten verpflichtet, solche Informationen offenzulegen. Dies stärkt die Rechtstaatlichkeit, erschwert Korruption und verbessert das Investitionsklima.

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In der EITI sind bisher 52 rohstofffördernde Länder vertreten, die ihre Zahlungsströme bereits offenlegen oder beabsichtigen, dies zu tun. Ebenfalls vertreten sind Abbau- und Handelsfirmen, zivilgesellschaftliche Organisationen und unterstützende Länder wie die Schweiz.. 

Webseite (en): EITI-Standard, Stand der Implementierung

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Zwar verfügt die Schweiz nicht über nennenswerte Vorkommen an natürlichen Rohstoffen. Aber einige der weltweit grössten Rohstoffabbau- und -Handelsfirmen haben ihren Sitz in der Schweiz. Die Schweiz ist darum mitverantwortlich, dass der durch Rohstoffe generierte Wohlstand fair verteilt wird.

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2018 hat die Schweiz ihre Stimmrechtsgruppe der unterstützenden Länder im EITI-Aufsichtsrat vertreten. Der Aufsichtsrat führt die Initiative, entscheidet über Prioritäten und wacht über die Umsetzung des EITI-Standards in den rohstoffförderndenLändern.

SECO-Webseite: Öffentliche Finanzen stärken  

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Die Schweiz unterstützt die «Sewedy Technical Academy» in Kairo, damit diese ihre Schülerinnen und Schüler besser ausbilden kann.

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Eine solide Fachausbildung ist wichtig, denn gut ausgebildete Mitarbeitende machen ihre Unternehmen wettbewerbsfähiger. Dadurch können sie wachsen und mehr qualifizierte Arbeitsplätze schaffen. Dies ist entscheidend, um Armut zu reduzieren und die strukturellen Ursachen von Migration zu mindern.

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Seit 2018 unterstützt die Schweiz ein Projekt, das die Fachkompetenzen von 500 jungen Ägypterinnen und Ägyptern verbessert und die Bedürfnisse der ägyptischen Unternehmen gezielter abdeckt. Die jungen Menschen sollen so im einheimischen Arbeitsmarkt leichter Fuss fassen.

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In Ägypten sind heute noch viele Arbeitgebende unzufrieden mit der Qualität von Ausbildungslehrgängen und den Fähigkeiten von Lehrabgängerinnen und -abgängern.

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Das Projekt unterstützt unter anderem die Entwicklung von besseren Studienplänen und die Anstellung von qualifizierteren Ausbildnerinnen und Ausbildnern bei der «Sewedy Technical Academy». Die Berufsschule bildet heute jährlich rund 200 Lehrlinge primär im Bereich Elektronik aus. Bis zum Projektende 2021 sollen es 500 – vor allem auch weibliche – Lernende sein.

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Das Projekt ist Teil des Regionalprogramms der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) für wirtschaftliche Inklusion in Ägypten, Tunesien, Marokko und Jordanien. Die Schweiz unterstützt das Programm mit 2,75 Millionen Franken über vier Jahre. Das Projekt ist Teil der Schweizer Kooperationsstrategie in Ägypten 2017–2020.

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Städte sollen sich gezielter auf Naturkatastrophen vorbereiten und so den Folgen des Klimawandels besser widerstehen können.

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Naturkatastrophen als Folgen des Klimawandels bedrohen Millionen von Menschen – vor allem und gerade in Städten. Denn je grösser die Siedlungsdichte, desto zerstörerischer wirken sich Naturkatastrophen auf Bevölkerungen und Volkswirtschaften aus.

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Städte wachsen heutzutage rasant. Zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit leben mehr Menschen in Städten als auf dem Land. Jede Woche beherbergen die weltweiten städtischen Siedlungen zusätzliche 1,4 Millionen Menschen. 90% dieses Wachstums betreffen Städte in Entwicklungsländern.

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Viele Städte in Entwicklungsländern wachsen ungeplant und unkontrolliert. Es entstehen Siedlungsräume in risikoreichen Gegenden, etwa in der Nähe von überschwemmungsbedrohten Küsten und Flüssen. Und je ärmer die Menschen dort sind, desto verletzlicher sind sie.

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Die vietnamesische Stadt CanTho ist ein wichtiges wirtschaftliches Zentrum im Mekong-Delta. 2018 war die Stadt von massiven Überschwemmungen betroffen. Bisher verfügt CanTho nur über ungenügende Möglichkeiten, solche Katastrophen zu verhindern.




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Städte wie CanTho sollen sich in Zukunft besser auf Naturkatastrophen infolge des Klimawandels vorbereiten und die negativen Folgen eindämmen können. Dazu haben die Weltbank und die Schweiz das «City Resilience Program» lanciert. Das Programm identifiziert Risiken und Massnahmen und leitet die nötige Finanzierung in die Wege.

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Die Schweiz hat viel Erfahrung im Umgang mit Klimafolgen wie anhaltenden Regenfällen, schneereichen Wintern und Veränderungen beim Permafrost. DieSchweiz weiss, wie man die Auswirkungen von Überschwemmungen, Felsstürzen und Lawinen eindämmt. Im Rahmen des «City Resilience Program» haben Schweizer Firmen mit entsprechender Expertise 2018 begonnen, dieses Know-how an Entwicklungsländer weiterzugeben. 

SECO-Webseite: Städte nachhaltig entwickeln



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Die Schweiz unterstützt ihre Partnerländer dabei, soziale und wirtschaftliche Ungleichheiten abzubauen und friedliche und stabile Gesellschaften zu schaffen.

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In Albanien sollen Roma und Menschen mit Behinderungen von einem verbesserten Zugang zu sozialen Dienstleistungen profitieren. Darunter fallen Bildungsangebote, die Unterstützung von Stellensuchen oder die Stärkung von Lokalregierungen bei der Erarbeitung eines funktionierenden Sozialsystems.

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Ein gutes Beispiel ist das Institut für Gehörlose in Tirana. Hier werden gehörlose junge Menschen in verschiedenen Berufen praktisch ausgebildet, so etwa in der Schneiderei, der Zimmerei oder der Schuhmacherei.

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Das Institut zählt über 100 Schülerinnen und Schüler. Im letzten Jahr wurden die Werkstätten für die Berufsbildung verbessert. Das Institut wurde mit modernem Equipment ausgerüstet und die Lerninhalte weiterentwickelt. Damit soll die Ausbildung der Gehörlosen optimiert werden, so dass sie bessere Chancen auf eine Anstellung auf dem Arbeitsmarkt haben.

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Ein anderes Beispiel einer benachteiligten Bevölkerungsgruppe ist die Zivilbevölkerung, welche im Osten der Ukraine unter schwierigen Umständen den Alltag meistert. Seit Beginn des Ostukrainekonflikts vor 5 Jahren sind über 3000 Zivilisten ums Leben gekommen, über 9000 wurden verletzt. Daneben sind über 1,6 Millionen Menschen in andere Gebiete  geflüchtet.

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Die Schweiz setzt sich für den Übergang von kurzfristigen humanitären Aktionen zu langfristigen Entwicklungstätigkeiten ein. Der bewaffnete Konflikt hat dieWirtschaft hart getroffen und die Arbeitslosenquote ist in dieser Region sehr hoch. Die Schweiz unterstützt Unternehmerinnen und Unternehmer bei der Entwicklung neuer Betriebe, welche Arbeitsplätze schaffen. Die Unterstützung erfolgt in Form von Mikrokrediten.

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«Ich musste alles in Horliwka zurücklassen. Aber meine Schwester und ich haben beschlossen, uns nicht unterkriegen zu lassen. Als wir von diesem Hilfsprogramm hörten, haben wir einen Businessplan erarbeitet und das Stipendium gewonnen. Dank dieser Starthilfe konnten wir unverhofft unsere Firma lancieren. Nach nur einigen Monaten beschäftigen wir vier Personen in der Werkstatt, eine im Lager in der Stadt und wir betreiben einen Lieferservice.»

Alla Wnukowa
Binnenvertriebene, Unternehmensleiterin. Kramatorsk, Region Donezk

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Nach der Krise von 2012 muss die neunjährige Leila mit ihrer Familie ihr Dorf im Norden Malis verlassen. Moussa, ein Nomadenkind, zieht mit seiner Gemeinschaft von einem Weidegebiet zum anderen. So wie Leila und Moussa profitieren auch andere vertriebene Kinder oder Nomadenkinder von innovativen Bildungsangeboten, welche die Schweiz unterstützt.

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2012 müssen mehr als 1200 Schulen im Norden und im Zentrum Malis wegen Angriffen und Androhungen schliessen. Lehrerinnen und Lehrer und die Bevölkerung sind auf der Flucht. Hunderttausende Kinder können nicht mehr zur Schule gehen. Die Schulbesuchsquote fällt von über 80% im Jahr 2011 auf unter 70% im Jahr 2014.

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Zwischen 2015 und 2017 begleitet die Schweiz das malische Bildungsministerium bei der Eröffnung von rund 300 Schulzentren in den Regionen Mopti, Timbuktu und Kidal. Dank einer beschleunigten Unterrichtsmethode holen vertriebene Kinder die verpassten Schuljahre in wenigen Monaten nach und erhalten vor Ort ein Abschlusszeugnis.

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Lehrpersonen, Gemeinschaften und Bildungsbehörden sind dafür geschult, vom Konflikt betroffene Mädchen und Jungen zu begleiten und sie auch bei der Bewältigung ihrer traumatischen Erfahrungen zu unterstützen.

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«Was mich zur Teilnahme an dieser Ausbildung bewogen hat, war die tiefe Einschulungsrate. Die Krise im Norden hat zur Schliessung vieler Schulen geführt. Mit dieser Ausbildung kann ich vielen Kindern helfen, in die Schule zurückzukehren. »

Bintou Cisse
Betreuerin in Taoudéni

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Ein an einer Akazie aufgehängtes Bild zeugt von der Anwesenheit einer mobilen Schulklasse. Das traditionelle Schulmodell ist kaum auf die Lebensumstände der nomadischen Gemeinschaften zugeschnitten. Die Schweiz unterstützt das neue Modell der mobilen Schulen. Dabei folgen Lehrkräfte, Schulmobiliar und Unterrichtsmaterial den Gemeinschaften auf ihren Wanderungen. Über 1000 Kinder konnten dank 50 mobilen Schulen eingeschult werden.

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Fragile Kontexte wie in Mali bergen viele Herausforderungen. Die Schweiz setzt auf einen Ansatz, der kurzfristige humanitäre Hilfe mit langfristiger Entwicklungszusammenarbeit kombiniert.

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In die Schule gehen eröffnet Zukunftsperspektiven und Möglichkeiten, an der sozialen, wirtschaftlichen und politischen Entwicklung des eigenen Landes teilzunehmen. Die Schule vermittelt nebst Wissen auch Werte und spielt eine Schlüsselrolle bei der Friedensförderung.
                                                           
DEZA-Webseite: Das Recht auf Grundbildung            

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Die Schweiz unterstützt seit dem Ende der Sowjetunion Anfang der 90er Jahre die zentralasiatischen Staaten in ihrer politischen, sozialen und wirtschaftlichen Transformation. 

Neben vielen anderen Herausforderungen ist das gerechte Aufteilen des Wassers in den Anliegerstaaten von grosser Bedeutung.

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Während in der Sowjetzeit die Wasserverteilung zentral gesteuert wurde, ist das Wassermanagement heute unter den verschiedenen Ländern multilateral auszuhandeln. 

Trotz bestimmter Differenzen sind sich die Staaten der Region darin einig, dass Wasser eine stabilisierende und friedensfördernde Rolle spielt.

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Kasachstan, Usbekistan und Turkmenistan sind grösstenteils auf das Wasser aus den Gletscherflüssen der Nachbarstaaten Tadschikistan und Kirgisistan angewiesen. 

Gerade die ländlichen Regionen spüren die Wasserknappheit als erste. Um dem Wassermangel vorzubeugen, fördert die Schweiz einen regen Austausch zwischen den zentralasiatischen Staaten. Dies wird «Wasserdiplomatie» genannt.

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In Zentralasien liegt der Fokus des Dialogs auf Themen wie Wasserqualität, Erheben von Wasserdaten und gemeinschaftliches Management von Infrastrukturen. 

2018 hat die Schweiz für Wasserexperten der verschiedenen Staaten einen Besuch in Westafrika im Gebiet des Senegal-Flusses organisiert. Dort pflegen Senegal, Mauretanien, Mali und Guinea eine erfolgreiche Zusammenarbeit.

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Die Schweiz arbeitet seit vielen Jahrzehnten mit ihren Nachbarländern im Bereich des nachhaltigen Wassermanagements zusammen. Dieses Wissen vermittelt sie im Rahmen der zentralasiatischen Wasserdiplomatie. 

Beispielsweise unterstützt die Schweiz die Länder beim Aufbau einer funktionierenden Infrastruktur. So können unter anderem zuverlässige Daten erhoben werden. Dies erhöht wiederum die Transparenz beim Austausch der Länder untereinander.

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Um die Nachhaltigkeit der schweizerischen Interventionen zu sichern, wurden lokale Benutzerorganisationen gegründet, welche sich selbst verwalten. 

Damit können diese auch nach dem Abschluss des Projekts weiterfunktionieren. Nicht weniger wichtig ist es, die junge Generation miteinzubeziehen. 

Deshalb setzt sich die Schweiz dafür ein, junge Menschen für die Thematik zu sensibilisieren, sie auszubilden und ihnen ein Netzwerk zu bieten, damit sie aktiv werden können.

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Die internationale Staatengemeinschaft steckte sich 2015 17 ambitionierte Ziele, um die weltweite Entwicklung bis 2030 nachhaltig, friedlich und sozial verträglich zu gestalten. Da die Agenda 2030 aber nach neuen Ansätzen in der Zusammenarbeit verlangt, mussten sich die UNO-Organisationen diesen neuen Arbeitsformen erst einmal anpassen.

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Der UNO-Generalsekretär unterbreitete deshalb ambitionierte Reformvorschläge. Während einige Mitgliedsländer diese Vorschläge unterstützten, hegten andere und auch viele UNO-Organisationen Vorbehalte. Die Schweiz vermittelte erfolgreich zwischen den Mitgliedsländern. Am 1. Januar 2019 trat das Reformpaket für das UNO-Entwicklungssystem in Kraft.

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Durch die Reformen kann die UNO ihre Aktivitäten innerhalb eines Gastlandes besser koordinieren und ihre Mittel effizienter einsetzen. Dazu erhalten die UNO-Landesteams neue Kompetenzen. Neu werden sie von unabhängigen Koordinatorinnen und Koordinatoren geleitet und sind direkt dem UNO-Generalsekretär unterstellt.

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Administrative Dienstleistungen der UNO werden in gemeinsamen Dienstleistungszentren zusammengeführt. Die frei werdenden Ressourcen werden bei der Umsetzung von Entwicklungsprogrammen eingesetzt. Diese Neupositionierung der UNO spart Zeit und Geld und kommt den Menschen vor Ort zugute.

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Die Reformen fordern auch einen neuen Finanzierungspakt, der massgeblich von der Schweiz unterstützt wurde. So soll der Anteil von nicht zweckgebundenen Beiträgen der Mitgliedstaaten erhöht werden. Damit können UNO-Organisationen ihre Ressourcen dort einsetzen, wo sie am meisten gebraucht werden, zum Beispiel zur Bewältigung von Krisensituationen oder zur Armutsbekämpfung.

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Dank den Reformen kann die UNO Menschen in Ländern mit niedrigen und mittleren Einkommen umfassender unterstützen, zum Beispiel beim Umgang mit den Folgen des Klimawandels oder bei globalen Epidemien. Damit leistet die UNO einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung von gesunden Lebensgrundlagen und Entwicklungsperspektiven für Menschen, die die globalen Herausforderungen unserer Zeit nicht allein bewältigen können.

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Auf die Menge der Nahrung allein kommt es nicht an. Für die gesunde Entwicklung eines Kindes spielt vor allem die Qualität der Ernährung eine ausschlaggebende Rolle. Doch gesunde Lebensmittel sind teuer. Weltweit leiden 3 Milliarden Menschen an Unter-, Fehl- oder Überernährung. Die Schweiz engagiert sich für den Zugang zu gesunden Lebensmitteln für alle Menschen.

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Bekommt ein Kind in den ersten 1000 Tagen seines Lebens nicht genügend Proteine, Vitamine und Mineralstoffe, können sich sein Körper und sein Gehirn nicht vollständig entwickeln. Das Kind kann sein volles Potential in der Schule nicht entfalten und hat später nicht die besten Chancen, ein gestaltendes Mitglied der Gesellschaft zu werden. Ausserdem steigt sein Risiko für Übergewicht und Fettleibigkeit in späteren Lebensjahren.

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In die Ernährung von Menschen zu investieren lohnt sich, denn jeder investierte Dollar bringt 16 Dollar zurück. Gesund ernährte Menschen sind nicht nur leistungsfähiger, sie verursachen auch weniger Gesundheitskosten. Ernährung ist daher ein wichtiges Thema der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung, weil es gleichermassen ein Ziel und Mittel für wirtschaftliche und soziale Entwicklung ist.

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Die SUN-Bewegung (Scaling up Nutrition) lenkt die globale Aufmerksamkeit auf die Probleme im Zusammenhang mit Fehlernährung und erarbeitet Lösungen. Die Mitglieder wollen Fehlernährung in all seinen Formen weltweit beenden.

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«Bei 12 der 17 Ziele für Nachhaltige Entwicklung der Agenda 2030 gibt es eine Verbindung zur Ernährung. Um diese Ziele zu erreichen, brauchen wir den Einsatz von Regierungen, Parlamenten, UNO-Organisationen Gesellschaft, Privatsektor und Forschungsinstitutionen. SUN bringt diese Akteure zusammen. Denn alle sind Teil der Lösung»

Gerda Verburg
SUN-Koordinatorin

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Die Schweiz wirkt aktiv mit bei der Ausgestaltung von landwirtschaftlichen Politiken, Produktions- und Verarbeitungsstandards und der Sensibilisierung für gesunde Ernährung. Zudem unterstützt sie die stärkere Einbindung der Zivilgesellschaft und des Privatsektors bei der Bekämpfung von Mangelernährung.

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Durch ihr Engagement bei der SUN-Bewegung trägt die Schweiz dazu bei, dass Kinder sich ausgewogener ernähren und von einer besseren körperlichen und kognitiven Entwicklung profitieren. Damit steigen ihre Chancen auf eine gute Schulbildung und eine produktive und selbstbestimmte Entwicklung.

Twitter (en): Scaling Up Nutrition Movement
DEZA-Webseite: Globalprogramm Ernährungssicherheit

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Nach zwei Jahrzehnten Bürgerkrieg baut Somalia seine staatlichen Strukturen wieder auf. Auf nationaler und lokaler Ebene müssen Dienstleistungen und Demokratie wiederhergestellt werden. Seit 2013 unterstützt die Schweiz gemeinsam mit der UNO und den lokalen Regierungen Dezentralisierungsbestrebungen im Rahmen von 292 Dienstleistungs- und Infrastrukturprojekten.

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Damit die lokalen Regierungen ihre Aufgaben wirksam wahrnehmen können, müssen sie über entsprechende Fähigkeiten verfügen. Aus diesem Grund unterstützt die Schweiz die lokalen Regierungen bei der Verbesserung der Kompetenzen ihres Personals: 

«Es ist schwierig, nach dem College oder der Universität eine Arbeit zu finden. Wer eine Stelle erhält, hat am Anfang Mühe, weil ihm die Praxis fehlt. Training und Mentoring sind unerlässlich, bevor man eine Stelle antritt.»

Hilaal Abdi Elmi

ehemalige Trainee

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Um die Grundversorgung der somalischen Bevölkerung sicherzustellen, brauchen die lokalen Regierungen auch finanzielle Mittel. Steuereinnahmen bilden eine nachhaltige Einnahmequelle. Die Schweiz fördert Rahmenbedingungen, die die Kleinunternehmen unterstützen. Diese generieren Geschäftseinkommen, die ihrerseits zu einer Zunahme der Steuereinnahmen führen.

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Eine neue Software und entsprechende Kompetenzen haben zur Verbesserung der Verwaltung von Steuergeldern beigetragen. Dadurch werden die Rechenschaftspflicht und die Transparenz bei der Steuererhebung erhöht.

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Die Bevölkerung diskutiert mit bei öffentlichen Ausgaben. In beratenden Foren können lokale Gemeinschaften ihre Prioritäten festlegen. Das erhöht die Verantwortung und das Vertrauen und führt zu besseren Basisdienstleistungen.

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Bildung ist eine zentrale öffentliche Dienstleistung, die von den beratenden Foren als prioritär eingestuft wurde. Mit Hilfe des Programms konnten in 275 Schulen die Einrichtungen für 61’000 Schülerinnen und Schüler verbessert werden.

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Die Gesundheitsversorgung ist eine weitere Priorität für die somalische Bevölkerung. Die Stadtverwaltung hat mit Unterstützung der Schweiz mehr Spitalzimmer eingerichtet. 53 Spitäler und Gesundheitszentren können nun bessere Dienstleistungen für 260’000 Patientinnen und Patienten anbieten.

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Infrastruktur eröffnet Möglichkeiten für wirtschaftliche und soziale Aktivitäten. In der Stadt Garowe wurden beispielsweise neue Strassen gebaut.  Der vereinfachte Zugang zu Märkten wirkte sich positiv auf die Geschäfte und die Lebensbedingungen der Menschen aus.


Video (en) Puntland: The United Nations Joint Programme on local governance and decentralized service delivery

Video (en) Somaliland: The United Nations Joint Programme on local governance and decentralized service delivery

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Die Schweiz sieht in der Gleichstellung von Frauen und Männern eines der grössten Potenziale für nachhaltige Entwicklung, Wirtschaftswachstum und Reduktion von Armut. Geschlechtergleichstellung bedeutet, dass Frauen und Männer die gleichenRechte und denselben Zugang zu Ressourcen haben und dieselbe sozialeAnerkennung erhalten. Die Schweiz setzt sich in ihren Partnerländern für wirtschaftliche Emanzipation, politische Beteiligung von Frauen und gegen jede Form von Gewalt ein.

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Ein unabhängiges Expertenteam untersuchte 2018 die Wirksamkeit der Schweizer Projekte zur Geschlechtergleichstellung von 2007 bis 2016. Die Ergebnisse sind erfreulich: 50% aller analysierten Projekte führten zu mehr politischer Mitsprache von Frauen, 30% förderten ihre wirtschaftliche Unabhängigkeit und 40% trugen zu weniger Gewalt an Frauen bei.

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Projekte, die ausschliesslich die Gleichstellung von Frauen und Männern zum Ziel haben, waren besonders wirksam. 73% führten zu strukturellen Veränderungen wie einer verstärkten Beteiligung von Frauen an politischen Prozessen, mehr Frauen in Führungspositionen, einem gleichberechtigten Zugang zu Landressourcen oder dass Männer ihre Einstellung zu Geschlechternormenänderten.

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Die Mehrheit der untersuchten Projekte integrierte die Gleichstellung von Frauen und Männern als Transversalthema. 31% dieser Projekte waren wirksam und verzeichneten gute Gleichstellungsergebnisse. Der Schlüssel zum Erfolg lag im Projektdesign. Fundierte Kontextanalysen und die Auseinandersetzung mit Genderfragen vor der Umsetzung der Projekte waren zentral. Ein Fokus auf Gender als Transversalthema trug interessanterweise auch dazu bei, die anderen Projektziele besser zu erreichen.

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Mehr zur Wirkung der Arbeit der DEZA im Bereich der Geschlechtergleichstellung erfahren Sie im Wirkungsbericht.

PDF: Wirkungsbereicht Geschlechtergleichstellung

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Die UNO schätzt, dass bis 2030 jährlich 2500 Milliarden Dollar zusätzliche Gelder benötigt werden, um die Ziele der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung zu erreichen.

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Gelingt es, genügend privates Kapital zu mobilisieren, kann die Agenda 2030 erfolgreich umgesetzt werden. Eine Konferenz der Schweiz im Januar 2018 zeigte das Potential von neuen Finanzierungsmechanismen wie den «Social Impact Bonds» (SIBs) auf.

Video (en): «SIB-Conference, Welcome Remarks by State Secretary Marie-Gabrielle Ineichen-Fleisch»

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Bei den SIBs werden Programme durch private Investoren vorfinanziert, welche die Risiken tragen. Die Programmverantwortlichen zahlen die Investoren erst dann aus, wenn vereinbarte Resultate vorliegen.

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Die Schweiz unterstützt SIBs in Kolumbien. Es geht darum, die Berufskompetenzen von benachteiligten Menschen zu verbessern. Eine Gruppe von Stiftungen finanziert entsprechende Ausbildungen vor. Die kolumbianische Regierung zahlt die Investoren nur dann vollständig aus, wenn Ausbildungsabgänger tatsächlich eine Stelle finden.

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An einer Konferenz in Zürich wurden weitere neue Finanzierungsmechanismen in der internationalen Zusammenarbeit vorgestellt, wie etwa „Humanitarian Impact Bonds“ oder „Development Impact Bonds“ im Gesundheitsbereich. Experten debattierten über ethische Fragen und darüber, wie gute Beispiele in grossem Umfang skaliert werden können.

SECO-Webseite (en): Social Impact Bonds Conference 18.01.2018 

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Seit zwei Jahrzehnten ist der Alltag der Menschen im Gazastreifen von schwierigen Sicherheitsbedingungen und Dauerstress geprägt. Die Wirtschaft ist am Boden und die Jugendarbeitslosigkeit höher denn je. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung lebt in Armut.

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Rund 300’000 Kinder und über 200’000 Erwachsene brauchen psychologische Betreuung. Das von der Schweiz unterstützte Gemeinschaftsprogramm im Bereich psychische Gesundheit bietet den Menschen im Gazastreifen Beratung, Kurse und Therapien an. Drei Gemeinschaftszentren nehmen täglich Kinder, Jugendliche und Erwachsene auf, die unter psychischen Problemen leiden.

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Diese Zentren bieten einen geschützten Rahmen, in dem alle angehört werden und Hilfe erhalten. Viele Frauen nutzen die kostenlose Telefonberatung: Zwischen 2015 und 2017 waren es über 2000. Die häufigsten Fragen betreffen häusliche Gewalt, Beziehungsprobleme und Erziehung.

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Viele Kinder und Jugendliche leiden unter einer posttraumatischen Belastungsstörung. In den Gemeinschaftszentren werden sie betreut. Dank dieser Hilfe finden sie den Weg zurück in die Schule oder können ihre Ausbildung abschliessen. Die Schule bietet einen sicheren Rahmen, wo sie sich entspannen, aber auch spielen oder Sport treiben können.

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«Es ist für mich jedes Mal ein Erfolg und eine grosse Freude, wenn ein Kind durch unsere Spiele seine innere Sicherheit wiederfindet. Mein Ziel ist erreicht, wenn sich das Kind wieder positiv äussern und mit anderen in Kontakt treten kann.»

Enas
Therapeutin

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Letztes Jahr nahmen über 1200 Lehrkräfte und andere Bildungs- und Gesundheitsfachleute, die mit den psychischen Problemen konfrontiert sind, an Workshops der Zentren teil.Die Schweiz unterstützt dieses Programm gemeinsam mit Schweden und Norwegen seit 1997.

DEZA-Webseite: Besetztes Palästinensisches Gebiet

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Der Bundesrat setzt in der Botschaft 2017-2020 anhand von Wirkungszielen gezielt Prioritäten. Diese lindern in den Partnerländern der Schweiz Armut und Not, erhalten natürliche Lebensgrundlagen, schaffen nachhaltige wirtschaftliche Perspektiven und fördern Frieden, Demokratie und Menschenrechte.  Ende 2018 informierte der Bundesrat im Auftrag des Parlaments über die laufende Umsetzung der Botschaft.

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Der Halbzeitbericht zeigt auf, dass die  Schweiz auf Kurs ist. Die Erfolgsquote der Schweizer Projekte liegt bei 85% -  ein sehr zufriedenstellendes Resultat. 

- Die Schweiz erreichte 5,3 Millionen Menschen in Notsituationen. 

- 9 Millionen Menschen, mehr als die Hälfte davon Frauen, erhielten Zugang zu Grundbildung und Berufsbildung. 

- 517'000 Unternehmen erhielten Zugang zu Kapital wie zum Beispiel rückzahlbare Darlehen und Beteiligungen oder Beratung zu besserer Unternehmensführung.

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- 8 Millionen Menschen haben dank der Schweiz besseren Zugang zu sauberem Trinkwasser und effizienten Bewässerungssystemen für die Landwirtschaft. 

- Dank der Schweiz wurden 3,3 Milliarden Kilowattstunden an erneuerbarer Energie produziert. 

- Die Schweiz unterstützte 10 offizielle Friedensprozesse wie z.B. den Syrien-Friedensprozess.

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Wo möglich arbeiten die Schweizer Bundesstellen gemeinsam anProblemlösungen. In Nordafrika beispielsweise setzen sich DEZA, SECO und AMS zusammen mit dem Staatssekretariat für Migration (SEM) für Demokratie, Wohlstand und Stabilität ein.

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Weitere Resultate, Erfolge und Herausforderungen der internationalen Zusammenarbeit der Schweiz entnehmen Sie dem Halbzeitbericht zur Umsetzung der Botschaft 2017 – 2020. 

PDF: Die internationale Zusammenarbeit der Schweiz Halbzeitbericht zur Umsetzung der Botschaft 2017 – 2020

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Seit über zwei Jahrzehnten erlebt die Mekong-Region (Laos, Myanmar, Kambodscha und Vietnam) ein starkes, aber ungleiches Wirtschaftswachstum. Die Regierungen dieser Länder erteilen immer mehr Landkonzessionen an nationale und ausländische Unternehmen mit dem Ziel, industrielle Landwirtschaft, Bergbau und Wasserkraft zu fördern. Dadurch verlieren Zehntausende von Kleinbauernbetrieben ihr Land oder Waldstück und damit ihre Lebensgrundlage.

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Um die Ernährungssicherheit in der Mekong-Region zu verbessern, lanciert die Schweiz 2014 ein regionales Projekt zur Sicherung von Landrechten. Projektziel: bessere Gewährleistung der Bodenrechte von Kleinbauernbetrieben und des Zugangs zu natürlichen Ressourcen.

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Myanmar setzt sich für eine Anerkennung des Bodengewohnheitsrechts in der Gesetzgebung und auf politischer Ebene ein. Zu diesem Zweck wird die heutige Praxis in verschiedenen Dörfern und Gemeinschaften dokumentiert. 

«Ohne Urkunden können wir uns nicht gegen die Landenteignung wehren. Wenn wir die Besitzverhältnisse heute nicht richtig erfassen, werden die künftigen Generationen nicht wissen, wo ihr Land liegt.»

Eine Dorfbewohnerin

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In Laos fördert die Schweiz die Beteiligung der Gemeinschaften an Entscheidungsprozessen. Die vor Ort tätigen agroforstwirtschaftlichen Unternehmen stimmen sich immer häufiger mit der lokalen Bevölkerung ab.  

«Das Unternehmen beteiligte sich am lokalen Entwicklungsfonds. Mit dem Fonds wurde ein Wasserversorgungssystem für die Dorfbevölkerung eingerichtet. Nun müssen wir nicht mehr so weit laufen, um Wasser zu holen. Das Unternehmen hat im Dorf auch Arbeitsplätze geschaffen.»

Ein Dorfbewohner

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«Lange hatten wir nur wenig Ackerland. Es war also sehr schwierig. Aber nun sind wir dankbar, dass uns die Regierung mit diesem Projekt Land zur Verfügung stellt. Wir werden hart arbeiten, um unsere Kinder zu ernähren und sie später zur Schule schicken.»

Dang Van Xi
Bauer

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Die Gewährleistung der Bodenrechte und der Zugang zu Land sind zentral für das Überleben der Kleinbauernbetriebe und die Ernährungssicherheit. Von der Ausarbeitung nationaler Politiken und der Änderung der Praxis könnten 15 Millionen Kleinbauernbetriebe, namentlich Frauen und ethnische Minderheiten, profitieren.

Video (de): Mekong Regional Land Governance
Webseite (en): MRLG.org

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Durchschnittlich zwei Monate anstatt fünf Jahre für die Beilegung eines Zivilrechtsstreits dank Schlichtungsverfahren und mobiler Justiz in ländlichen Gebieten: Diese neuen Mechanismen wurden im Rahmen der bolivianischen Justizreform eingeführt.

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Fehlende richterliche Unabhängigkeit, rekordhohe Wartezeiten und Korruption, überlastete Justizbehörden lähmen das bolivianische Justizsystem. Die von der Schweiz seit 2013 unterstützte Justizreform hat zum Ziel, den Zugang, namentlich der am stärksten benachteiligten Bevölkerungsgruppen, zu Recht und Justiz zu erleichtern.

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Unterstützt werden insbesondere staatliche Initiativen, die alternative Streitbeilegungsverfahren vorsehen, namentlich die Schlichtung. Die Schlichtung ist nicht nur die günstigste, sondern auch die schnellste Lösung im Fall eines Rechtsstreits. Ausserdem senkt sie das Korruptionsrisiko, weil sich die Verfahrensdauer von durchschnittlich 5 Jahren auf 2 Monate reduziert. Letztes Jahr konnten 8% der zivilen Angelegenheiten in Schlichtungsverfahren beigelegt werden, was sich positiv auf die Kosten der Konfliktparteien und des bolivianischen Staates auswirkte.

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Um der Bevölkerung mit niedrigem Einkommen den Zugang zur Justiz zu erleichtern, unterstützt die Schweiz die Förderung des Schlichtungsverfahrens auf lokaler Ebene. Ein allgemeines Schlichtungsgesetz auf Gemeindeebene soll demnächst verabschiedet werden.

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In einem nächsten Schritt soll geprüft werden, ob das Schlichtungsverfahren auf familien- und arbeitsrechtliche Angelegenheiten sowie strafrechtliche Angelegenheiten bei kleineren Straftaten ausgedehnt werden kann. Ein Schulungsangebot für die öffentlichen Dienste, darunter auch jene des Justizministeriums, ist geplant.

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Die Reform brachte weitere Fortschritte, namentlich dank gemeinsamer Aktivitäten von Justiz, Ombudsmann und Zivilgesellschaft: besserer Schutz der Rechte von festgenommenen Personen, insbesondere von Frauen und Jugendlichen, Ausarbeitung einer Gleichstellungspolitik und Berücksichtigung eines genderspezifischen Ansatzes bei Rechtsverfahren und -praktiken. Die Verbesserung des Zugangs von Frauen zur Justiz trägt bereits Früchte: Zwischen 2013 und 2017 wurden 64’000 Fälle gerichtlich beigelegt, 40% wurden von Frauen eingereicht.

DEZA-Webseite: Bolivien

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Seit 2011 sind wegen des Syrienkonflikts Millionen von Menschen auf der Flucht. Die Mehrheit ist zwar in Syrien geblieben, aber über fünf Millionen Syrerinnen und Syrer haben in den Nachbarländern Zuflucht gefunden. Der Libanon ist von diesem Exodus besonders betroffen: Jeder vierte Bewohner ist ein syrischer Flüchtling.

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Der Bevölkerungsdruck erhöht die Probleme im Bereich der Wasserversorgung und Abwasserentsorgung. Die Versorgungsdefizite sind im ganzen Land spürbar, aber insbesondere im Bekaa-Tal. In diesem Gebiet von der Grösse der Kantone Waadt und Neuenburg zusammen wohnt eine Million Menschen.

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In gewissen Orten leben mehr syrische Flüchtlinge als Einheimische. Die Wasserversorgung ist immer häufiger unterbrochen. Die Situation der syrischen Flüchtlinge ist besonders prekär. Viele leben seit Jahren in Notunterkünften ohne richtigen Zugang zu Wasser.

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Seit 2016 führt die Humanitäre Hilfe der Schweiz ein Projekt zur Wasserbewirtschaftung im Bekaa-Tal durch. Ingenieure der DEZA arbeiten mit dem «Bekaa Water Establishment» zusammen, das mit unseren kantonalen Wasserbehörden vergleichbar ist. Ziel ist es, die Wasserversorgung und die Abwasserentsorgung für alle, das heisst für die syrischen Flüchtlinge und die libanesische Bevölkerung,

Video (en): Switzerland's commitment to sustainable water management in Lebanon

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